ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2013Medizinische Rehabilitation: Direktverordnungsrecht für Ärzte gefordert

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Medizinische Rehabilitation: Direktverordnungsrecht für Ärzte gefordert

Dtsch Arztebl 2013; 110(47): A-2244 / B-1972 / C-1912

Hibbeler, Birgit

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Eine Reha auf Kosten der Krankenkassen kann nicht jeder niedergelassene Arzt beantragen. Foto: mauritius images
Eine Reha auf Kosten der Krankenkassen kann nicht jeder niedergelassene Arzt beantragen. Foto: mauritius images

Vertreter der Rehabranche haben Union und SPD aufgefordert, den Zugang zu medizinischer Rehabilitation zu vereinfachen. Sie fordern ein Verordnungsrecht von Reha zulasten der gesetzlichen Krankenkassen durch niedergelassene Ärzte. „Das Antragsverfahren ist alles andere als barrierefrei“, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), Christof Lawall, beim MCC-Reha-Forum Anfang November in Köln. Derzeit können nur Niedergelassene mit einer speziellen Qualifikation Reha verordnen. Das Verfahren ist zweistufig, denn zunächst muss der Arzt bei der Krankenkasse „einen Antrag auf den Antrag“ stellen.

Die maßgeblichen Verbände im Rehabereich haben zu den Koalitionsverhandlungen Positionspapiere vorgelegt. Die DEGEMED hat ihre Forderungen unter anderem gemeinsam mit dem Bundesverband Geriatrie erarbeitet. Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken hat mit weiteren Organisationen eine Resolution vorgelegt. Beide Positionspapiere sind ähnlich. Für den Bereich der Deutschen Rentenversicherung fordern die Verbände eine Veränderung beim Rehabudget und verlangen eine bedarfsgerechte Vergütung. Eine Anpassung des Budgets war bereits in der letzten Legislaturperiode Bestandteil des Rentenreformpakets, das aber nie zur Abstimmung kam.

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Die Positionspapiere im Internet: www.aerzteblatt.de/132244a BH

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