ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2013Frage der Woche an . . . Torsten Kreis, Senior Manager Public Services bei Steria Mummert Consulting in Hamburg

ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . . Torsten Kreis, Senior Manager Public Services bei Steria Mummert Consulting in Hamburg

In vielen Krankenhäusern sind die Personaldaten verstreut, nicht einheitlich und damit wenig aussagekräftig. Wie lässt sich das mit IT-Unterstützung ändern und ein vorausschauendes Personalmanagement aufbauen?

Dtsch Arztebl 2013; 110(47): [4]

Flintrop, Jens

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63 Prozent der Entscheider aus dem Gesundheitswesen berichten von Nachwuchssorgen. Das geht aus der Studie „Managementkompass Demografiemanagement“ von Steria Mummert Consulting hervor. Nicht nur an Nachwuchs mangelt es, auch erfahrene Ärzte und Führungspersonen sind schwer zu finden. 58 Prozent der Befragten spüren den demografischen Wandel bei Fachkräften, 46 Prozent bei Abteilungsleitern.

In vielen Krankenhäusern sind die Personaldaten verstreut, nicht einheitlich und damit wenig aussagekräftig. Wie lässt sich das mit IT-Unterstützung ändern und ein vorausschauendes Personalmanagement aufbauen?

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Kreis: Oft werden Personalabteilungen von der Klinikleitung nur als Kostenmanager wahrgenommen. Effizientes Personalmanagement erfordert allerdings, dass Mitarbeiter nicht nur bezahlt, sondern auch motiviert, richtig eingesetzt und zielgenau nachbesetzt werden. Hier besteht großer Nachholbedarf, zum Beispiel bei der Entwicklung moderner Personalplanungs- und Personaleinsatzmodelle. Dabei wirkt IT als Brückentechnologie. Gerade wegen der vielen Berufsgruppen und unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle im Krankenhaus kann übergreifende Transparenz über Istzustand und Ziel nur durch IT-Werkzeuge geschaffen werden. Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltungsmitarbeiter müssen über Karriereoptionen sowie Weiterbildungen informiert werden und diese mit der Personalabteilung planen können.

Bisher sind die dafür relevanten Personaldaten in vielen Kliniken in unterschiedlichen Datenmodellen verstreut. Doch die heutige Technologie kann diese Schwäche wettmachen. Abhilfe schafft etwa ein klinikspezifisches Personalcontrollingsystem, in dem Kennzahlen zielgruppengerecht aufbereitet werden: Haben Fehlzeiten mit bestimmten Behandlungspfaden eine Korrelation? Warum sind wir in einigen Bereichen notorisch unterbesetzt? Wenn moderne IT-Werkzeuge diese Fragen beantworten, entstehen Freiräume für die eigentliche Personalplanung. Auch die Fachabteilungen erhalten rechtzeitig Transparenz über Vakanzen. Dabei werden Daten nicht nur als Blick in die Vergangenheit erfasst, sondern Schlüsse für die Zukunft gezogen. Die Personalabteilung wird zum unterstützenden und nicht nur verwaltenden Partner. Das Klinikmanagement erhält für seine Entscheidungen die richtigen Daten.

Bisher fällt dagegen oft der Satz: „…und was ist mit den Daten aus diesem Jahr?“ JF

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