ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2013Kopfschmerzen bei Schülern

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Kopfschmerzen bei Schülern

Prävalenz und Risikofaktoren

Headache in school children: prevalence and risk factors

Dtsch Arztebl Int 2013; 110(48): 811-8; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0811

Straube, Andreas; Heinen, Florian; Ebinger, Friedrich; Kries, Rüdiger von

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Hintergrund: Wiederholte auftretende Kopfschmerzen bei Schülern sind häufig. Diagnostisch bestätigt sich in der Regel ein primärer Kopfschmerz (Migräne oder Spannungskopfschmerz). Diese Übersicht widmet sich der Frage, ob Kopfschmerzen bei Schülern häufiger werden und wenn ja, welche Risikofaktoren assoziiert sind.

Methode: Selektive Literatursuche in der Datenbank PubMed unter den Stichworten: „primary headache AND children/adolescent AND risk factors/prevalence“. Arbeiten in Englisch und Deutsch (bis April 2013) wurden berücksichtigt. Arbeiten zu sekundären Kopfschmerzen ausgeschlossen.

Ergebnisse: Altersabhängig nimmt die Kopfschmerzprävalenz zu. Sie liegt in der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen bei 66–71 % (3-Monatsprävalenz) und 33–40 % für wöchentliche Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen treten häufig zusammen mit anderen körperlichen und/oder psychischen Symptomen auf. Studien aus Skandinavien zeigen eine Zunahme der Kopfschmerzprävalenz in den Altersstufen ab 8 Jahren. Verschiedene Studien identifizieren folgende Risikofaktoren (bis zu 5,8-fache Risikoerhöhung) für Kopfschmerzen oder ihrer Chronifizierung: dysfunktionale familiäre Situation, regelmäßiger Alkohol-, Koffein- und Nikotingenuss, geringe körperliche Aktivität, physische/psychische Misshandlungen, Mobbing im sozialen Umfeld, unfaire Behandlung in der Schule und unzureichende Freizeit.

Schlussfolgerung: Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen sind ein zunehmendes Gesundheitsproblem. Kopfschmerzen sind häufig vergesellschaftet mit anderen Formen von körperlichen und psychischen Beschwerden.

LNSLNS

Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden in der Bevölkerung, so auch bei Kindern und Jugendlichen. Auch bei Schulkindern dominieren primäre Kopfschmerzen, definiert als Kopfschmerzen, die nicht Ausdruck einer anderen Erkrankung sind (Gruppe 1–4, IHS-Klassifikation) (1). Die mittlere Kopfschmerzhäufigkeit (1-Monats- bis Lebenszeit-Prävalenz) liegt in 50 bevölkerungsbasierten Studien bei Schulkindern bei 58,4 %, die Migräneprävalenz bei 7,7 % (2). Das Verhältnis Mädchen zu Jungen ist 1,5 (alle Kopfschmerzen) und 1,7 (Migräne). Sekundäre Kopfschmerzen (Kopfschmerzen als Folge einer anderen Erkrankung) sind bei wiederholt auftretenden Kopfschmerzen selten. Die Prävalenz für Kopfschmerzen bei Schülern (11–18 Jahre) in der Türkei lag für primäre Kopfschmerzen bei 34,1 % und für sekundäre bei 4,4 % (e1). Als Ursachen für sekundäre Kopfschmerzen dominieren die viralen Infektionen der Luftwege (29–39 %) und die leichteren Schädel-Hirn-Traumen (3) (Kasten 1, 2).

IHS-Kriterien der Migräne ohne Aura
IHS-Kriterien der Migräne ohne Aura
Kasten 1
IHS-Kriterien der Migräne ohne Aura
IHS-Kriterien des episodischen Spannungskopfschmerzes
IHS-Kriterien des episodischen Spannungskopfschmerzes
Kasten 2
IHS-Kriterien des episodischen Spannungskopfschmerzes

Methode

Die Übersicht wurde als Expertenkonsensus (modifiziertes Delphi-Verfahren) erarbeitet. Publikationen, die durch eine selektive Literaturrechere in PubMed (bis April 2013) unter den Stichwortkombinationen „primary headache AND children AND prevalence“ (318 Zitate); „primary headache AND adolescent AND prevalence“ (411 Zitate); „primary headache AND children AND risk factors“ (84 Zitate) und „primary headache AND adolescent AND risk factors“ (115 Zitate) gefunden wurden, wurden dann von mindestens einem der Autoren geprüft. Berücksichtigt wurden nur Originalarbeiten in Englisch oder Deutsch, die in peer-reviewed Journalen publiziert worden sind.

Klinik primärer Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter

Das mittlere Alter bei Beginn der Kopfschmerzen liegt bei 7,5 Jahren (4). Die klinische Symptomatik weicht dabei von der bei Erwachsenen ab. Häufig ist bei Kindern eine eindeutige Unterscheidung von Migräne oder Spannungskopfschmerz nicht möglich (e2). Die Dauer von Migräneattacken ist kürzer (sie kann unter zwei Stunden liegen) (e2, e3) und ist selten länger als 12 bis 24 Stunden. Der Kopfschmerz ist eher bilateral und Übelkeit/Erbrechen nehmen mit zunehmendem Alter ab (e4). Hohe Schmerzintensität und pulsatiler Charakter sprechen für eine Migräne. Diese beginnt häufig in den Morgenstunden (58,5 %) und hört nach einer Schlafperiode auf (76,7 %). Die höchste Spezifität zur Unterscheidung einer Migräne von Spannungskopfschmerzen haben Besserung durch Schlaf, das Auftreten von Übelkeit, Brechreiz/Erbrechen, Verstärkung durch körperliche Belastung sowie Photo-/Phono-/Osmophobie (5).

Kinder können als Migräneäquivalent beispielsweise zeigen:

  • zyklisches Erbrechen (wiederkehrende, stereotype Attacken mit Übelkeit/Erbrechen sowie mit Ruhebedürfnis),
  • abdominale Migräne (Episoden mit Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Rückzugstendenz)
  • benigner paroxysmaler Schwindel der Kindheit (wiederholte Schwindelattacken, zum Teil auch mit Nystagmus).

Die Diagnose abdominale Migräne wurde bei 4,4 % von 600 Kindern, die wegen wiederholter Bauchschmerzen in eine pädiatrische Gastroenterologie überwiesen worden waren, gestellt (6). Kleinkinder mit solchen Syndromen entwickeln überzufällig häufig später eine Migräne oder Spannungskopfschmerzen (7, e5). Im Jugendalter (12–15 Jahre) entspricht das klinische Bild von Migräne und Spannungskopfschmerz dem im Erwachsenenalter. Die Stabilität der Diagnose über die Zeit ist bei kindlichen Kopfschmerzen geringer als bei Erwachsenen: Nur 30–50 % der primär als Migräne klassifizierten Patienten behielten diese Diagnose bei einer erneuten Einordnung nach drei Jahren bei (e6). Eine Migräne mit Aura, meist visuell, liegt bei etwa 23–50 % der Betroffenen vor (e3, e4). Im Kindes- und Jugendalter sind Spontanremissionen selten: In einer schwedischen Studie bestand bei 80 % der Betroffenen auch drei Jahren später der Kopfschmerz weiter (8). Werden die Eltern befragt, wird über ein Jahr bei etwa 57 % der Kinder keine Änderung der Kopfschmerzen und nur für circa 22 % beziehungsweise 21 % eine Besserung, respektive Verschlechterung angegeben (9). Patienten, die erst spät im Verlauf der Kopfschmerzen therapiert wurden, hatten eine geringere Chance kopfschmerzfrei zu werden (e7). Mädchen verloren seltener ihre Kopfschmerzen als Jungen (e7). Hohe Kopfschmerzfrequenz und die Diagnose Migräne prädizieren auch spätere Kopfschmerzen (10). Spannungskopfschmerz remittiert häufiger als Migräne.

Auswirkung der Kopfschmerzen auf Lebensqualität und Gesundheit

Kinder und Jugendliche mit Kopfschmerzen berichten häufig über eine Reihe von weiteren somatischen und psychischen Beschwerden. Bei Kindern, die wegen einer Schmerzerkrankung in einer spezialisierten schmerztherapeutischen Einrichtung vorgestellt wurden, hatten 74,5 % Kopfschmerzen, wobei bei 55 % der Betroffenen weitere Schmerzdiagnosen, wie Bauch- und Rückenschmerzen, gestellt wurden (11). Das gemeinsame Auftreten von verschiedenen somatischen Beschwerden (Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, allergischen Erkrankungen) ist schon in der Altersgruppe der 5- bis 7-Jährigen zu beobachten (12, 13) (Tabelle 1).

Assoziation von somatischen Beschwerden mit Kopfschmerzen/Migräne Altersgruppe 13–18
Assoziation von somatischen Beschwerden mit Kopfschmerzen/Migräne Altersgruppe 13–18
Tabelle 1
Assoziation von somatischen Beschwerden mit Kopfschmerzen/Migräne Altersgruppe 13–18

Von 2 200 Kindern, die ein Jahr nach der Eingangsevaluierung erneut die Lokalisation von Schmerzen angeben sollten, berichteten mehr als die Hälfte von zwei oder mehr Schmerzlokalisationen (14). Mädchen waren häufiger von multiplen Schmerzen betroffen und nur 27 % hatten keine Schmerzen mehr. Ähnliche Assoziationen von Kopfschmerzen mit anderen Beschwerden schilderten auch Gymnasiasten:

  • Kopfschmerzen (83 %)
  • Rückenschmerzen (48 %)
  • vermehrte Müdigkeit (47 %) und
  • Nacken/Schulterschmerzen (45 %) (15).

Nacken-/Muskelschmerzen wurden signifikant häufiger von Schülern mit einer Migräne genannt als von jenen mit einem Spannungskopfschmerz (16). Daneben treten auch Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern mit Migräne vermehrt auf (e8). So fanden wir ein signifikant erhöhtes Risiko für affektive Störungen und Aufmerksamkeitsstörungen/Hyperaktivität insbesondere für Jugendliche mit Migränekopfschmerzen (e9). Bezüglich der Komorbidität von Depression beziehungsweise Angsterkrankungen und Kopfschmerzen gibt es widersprüchliche Aussagen, die Mehrzahl der publizierten Studien geht aber von einem erhöhten Risiko dieser Erkrankungen als auch von allgemeinen psychopathologischen Auffälligkeiten bei Jugendlichen mit Kopfschmerzen aus (e10e12). So ist auch das Suizidrisko bei Jugendlichen mit chronischen Kopfschmerzen erhöht (e13).

Altersabhängigkeit der Prävalenz und Zunahme chronischer Kopfschmerzen

Eltern unterschätzen die Kopfschmerzen ihrer Kinder (e14) und die Unterscheidung zwischen Migräne und Spannungskopfschmerz ist in dieser Altersgruppe (e15) schwierig. Epidemiologische Querschnitterhebungen (4, 17, 18) und Längsschnittstudien (19) zeigen die Zunahme der Kopfschmerzprävalenz mit dem Alter, für Siebenjährige wird sie mit 37–51 % und für Fünfzehnjährige mit 57–82 % angegeben (20, 21). Im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) waren in der Altersklasse 11–17 Jahre Kopfschmerzen noch vor Bauch- und Rückenschmerzen die häufigsten Schmerzen (3-Monats-Prävalenz für Schmerzen insgesamt 77,6 %) (22). Die Prävalenz der Migräne liegt für 5–12-Jährige bei 3,8 % (23) und für 12–15-Jährige bei 6,9 % (24). In einer deutschen Studie lag die Prävalenz für Kopfschmerzen bei den 7-Jährigen bei 39 % und bei den 14-Jährigen bei 63 % (4). Ähnliche Ergebnisse wurden auch aus den USA (17) und Schweden (18) berichtet. Dieser Anstieg wird auch durch eine Längsschnittstudie über sechs Jahre bestätigt, die einen signifikanten Anstieg der Prävalenz von 45,2 % auf 78,7 % sah (19).

Daneben wird auch eine Zunahme hochfrequenter Kopfschmerzen (wöchentliche Kopfschmerzen) mit dem Lebensalter berichtet (24, e16e18). So berichten Gaßmann et al. (25) bei 3,6 % der 8-Jährigen und 10,7 % der 15-Jährigen über mindestens einmal in der Woche auftretende Kopfschmerzen. Ähnliche Prävalenzzahlen für wöchentliche Kopfschmerzen wurden auch gefunden:

  • in Kanada (26,3 % der 12–13-Jährigen beziehungsweise 31,2 % der 14–15-Jährigen [e16])
  • in Südengland (20 %) (17) und
  • in Italien (40 % der 11–15-Jährigen) (e18).

In der Region Greifswald berichteten 9,6 % der 12-Jährigen und 12,1 % der 15-Jährigen über Kopfschmerzen an mindestens 14 Tagen in den letzten 3 Monaten (24). Eine chronische Migräne (Migränekopfschmerzen > 15 Tage/Monat für mindestens 3 Monate) lag bei 0,1 % der Schüler vor (24).

Häufige Kopfschmerzen führen auch zu einem vermehrten Schmerzmittelgebrauch. In Brasilien gaben 6,7 % der Kinder einen Analgetikagebrauch an mehr als 5 Tagen im Monat an (23). In der HUNT-Jugend-Studie fand sich der Verdacht auf einen Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch (Analgetikaeinnahme an > 15 Tagen/Monat, Opiate und Triptane an > 10 Tagen/Monat) bei 0,8 % der Mädchen und 0,2 % der Jungen (e19).

In verschiedenen Studien wurde eine Zunahme der Kopfschmerzprävalenz bei Kindern gefunden. In Finnland wurden 1989 und 1999 jeweils 1 000 achtjährige Schüler befragt. Für häufige Kopfschmerzen wurde ein signifikanter Anstieg um den Faktor 1,5 gefunden (e20). Eine weitere Studie aus Finnland untersuchte in Turku 1974, 1992 und 2002 jeweils mehr als 1 000 siebenjährige Kinder; die Migräne-Prävalenz stieg von 1974 bis 2002 von 14,5/1 000 auf 91,9/1 000 im Jahr 2002. Dies betraf gleichermaßen Migräne mit und ohne Aura als auch die Häufigkeit von Kopfschmerzen allgemein (26, 27). In Dänemark wurde über 12 Jahre eine Zunahme von Spannungskopfschmerz sowie der hochfrequenten Migräne bei jungen Erwachsenen beschrieben (28). Der Anteil der Migränepatienten mit mehr als 14 Attacken im Jahr nahm über 12 Jahren um 24 % auf 38 % zu (28). In der Region Uppsala wurden 1 800 Schulkinder im Alter von 7 bis 15 Jahren befragt und die Prävalenz von Spannungskopfschmerzen mit der aus dem Jahr 1955 verglichen. Über diesen Zeitraum kam es zu einem signifikanten Anstieg der Migräne-Prävalenz von 3,9 % auf 6,6 % und der Anteil Kinder ohne Kopfschmerzen sank von 41,4 % (1955) auf 16 % (1997) (18). Im Gegensatz zur Zunahme kindlicher Kopfschmerzen fanden wir für den Zeitraum von 1995 bis 2010 in Deutschland keinen Anstieg der Kopfschmerzhäufigkeit bei Erwachsenen (29). Auch in Norwegen zeigte sich für Erwachsene nur ein marginaler Anstieg der Migräne-Prävalenz (12,1 auf 13,2 %), nicht aber für andere Kopfschmerzformen (e21). Längsschnittstudien bezüglich der Migränehäufigkeit in der Erwachsenenbevölkerung in den USA und in Frankreich (von 1989 bis 1999) berichteten ebenfalls keinen Anstieg (e22, e23).

Die Daten legen nahe, dass eine lebenszeitlich frühere Manifestation von Kopfschmerzen (insbesondere der Migräne) zu beobachten ist, ohne dass die Kopfschmerzhäufigkeit insgesamt angestiegen ist. Parallel nimmt der Anteil der Patienten mit häufigen Kopfschmerzen zu.

Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Schülern

Verschiedene Studien haben Risikofaktoren beschrieben, es fehlen aber Interventions- beziehungsweise Präventionsprojekte, die zeigen konnten, dass deren Beeinflussung die Kopfschmerzprävalenz im Verlauf verändert.

Generell kann man die Risikofaktoren in die Bereiche Lebensstil, Schule und Psyche unterteilen. Typische, wiederholt bestätigte Lebensstilfaktoren sind:

  • Koffeinkonsum
  • Alkoholkonsum
  • Rauchen und
  • körperliche Inaktivität.

Regelmäßiger Koffeinkonsum korreliert mit der Häufigkeit von Kopfschmerzen bei Erwachsenen (30) und bei Jugendlichen (31). In der HUNT-Studie als auch in der Münchner-Schüler-Studie (MUK) zeigte sich auch eine signifikante Assoziation mit Nikotinkonsum (31, 32). Anders als bei Erwachsenen (33, e24) ist bei Jugendlichen auch Alkoholkonsum ein Risikofaktor. Bei Gymnasiasten wurde eine signifikante Assoziation von Cocktail-Genuss und Kopfschmerzen gefunden (31). Sowohl die MUK-Studie als auch die HUNT-Studie deckten eine Korrelation mit geringer körperlicher Bewegung auf (31, 32). Es überrascht daher nicht, dass auch Übergewicht mit kindlichen Kopfschmerzen assoziiert ist (32, 34). In einer amerikanischen Studie zeigte sich auch, dass eine Reduktion des Übergewichtes zu einer Reduktion der Kopfschmerzen führt (34). Keinen Einfluss auf die Kopfschmerzen hatten die tägliche Trinkmenge (31), das Auslassen von Mahlzeiten (31) und die Anamnese einer abgelaufenen Meningitis (e25). Es fand sich auch kein Einfluss von täglicher Computerzeit (Videospielen, elektrischen Medien) (e26).

Schulischer Stress als auch hohes Erwartungsniveau der Eltern sind Risikofaktoren für vermehrte Kopfschmerzen. Zwei Studien geben Hinweise, dass bei Kindern und Jugendlichen regelmäßige Freizeit (als tatsächlich freie Zeit verstanden) das Risiko reduziert, Kopfschmerzen zu bekommen (25). In einer Befragung an Gymnasien berichteten über 80 % der Schüler über Kopfschmerzen, und über 40 % von ihnen hatten regelmäßig weniger als zwei Stunden nicht fest verplante Zeit pro Tag (15).

Weitere Risikofaktoren sind psychische Belastungen, die aus der Familie beziehungsweise dem Lebensumfeld resultieren. In der sogenannten KiJuKo-Studie aus Niedersachsen wurde gerade bei Jungen ein deutlicher Zusammenhang zwischen regelmäßigen familiären Konflikten und Kopfschmerzen gesehen (25). Ähnlich sind die Ergebnisse aus Taiwan zu interpretieren, bei der Kinder mit chronischen Kopfschmerzen im Vergleich zu der Gesamtpopulation einen signifikant niedrigeren Global Family Environment Score hatten und physische Misshandlungen und Trennung der Eltern signifikant häufiger berichteten (e27).

Verschiedene Studien (35, e28e31) fanden einen Einfluss von physischer Misshandlung auf die Häufigkeit von Kopfschmerzen. Neben physischer waren aber auch sexuelle und emotionale Misshandlung als auch Nichtbeachtung signifikante Risikofaktoren für frühen Beginn und Chronifizierung von Kopfschmerzen (e30). Dieser Zusammenhang war unabhängig von der Diagnose einer Depression oder Angstsymptomen (e30, e31). Dagegen scheint ein kooperatives, wenig bestrafendes Verhalten in der Familie vor Kopfschmerzen zu schützen (36, e16) (Tabelle 2).

Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen
Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen
Tabelle 2
Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Die Schule ist wesentlicher Teil der Umwelt von Kindern. Einen besonderen Platz in der Forschung nimmt der Einfluss von Mobbing und persönlichen Verletzungen auf die Entwicklung von körperlichen und psychischen Beschwerden ein. So erhöht sich das Risiko an wiederholten Kopfschmerzen zu leiden, wenn sich Schulkindern vom Lehrer ungerecht behandelt fühlen um etwa 25 % (e18). Umgekehrt reduziert das Gefühl einer fairen Behandlung das Risiko um mehr als 40 % (e16). Mobbing erhöht ebenfalls das Risiko Kopfschmerzen zu entwickeln (37) und Schmerzmittel einzunehmen (38). Dabei gibt es eine enge Korrelation zwischen dem subjektiv erlebten Ausmaß des Mobbings und der Häufigkeit der Kopfschmerzen. In einer Querschnittstudie in 28 Ländern zeigte sich, dass vereinzeltes Mobbing das Risiko um etwa 40 %, wöchentliches Zurücksetzen aber um 80–90 % erhöht (38).

Wenn man diese Faktoren global gesehen als Stressoren auffasst, kann man auch die Frage stellen, inwieweit der subjektiv erlebte Stress mit der Kopfschmerzhäufigkeit korreliert. Befunde, dass die Migränehäufigkeit eine Beziehung zu Prüfungszeiten in der Schule zeigt, weisen in diese Richtung (e33). Etwa 20 % der Schüler von Gymnasien gaben eine hohe Stressbelastung an, wobei am häufigsten, aber nicht ausschließlich, die Schule als Stressor genannt wurde (15). Die subjektiv erlebte Stressbelastung war bei Schülern mit einer Migräne höher als bei jenen mit Spannungskopfschmerzen oder keinen Kopfschmerzen (e34) (Tabelle 2).

Zusammenfassung und therapeutische Konsequenzen

Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter nehmen zu. Sie sind dabei eingebettet in somatische und psychische Reifungs- und Beschwerdekomplexe. Da die Kopfschmerzprävalenz in der Gesamtbevölkerung in Deutschland nicht ansteigt, vermuten die Autoren eine duale Akzeleration an:

  • Die Kindheit transferiert „früher“ zu Pubertät und Adoleszenz und
  • in der Adoleszenz treten Kopfschmerzen „früher und frequenter“ auf.

Daher sind externe Faktoren anzunehmen, da sich die genetische Matrix sicher nicht geändert hat. Der zunehmende Zeitdruck mit Reduktion täglicher Freizeit (als tatsächliche regenerativer Zeit), der hohe Leistungsdruck aus Schule und Familie und der hohe Sozialdruck aus Peergroup und Schule. Individuelle, dabei kontextabhängige Risikofaktoren sind: geringe körperliche Aktivität, Rauchen, vermehrter Koffein- und Alkoholkonsum und Übergewicht.

Im ärztlichen Gespräch ist auf die Zusammenhänge hinzuweisen. Erfahrungen mit Kopfschmerzversorgungsprojekten zeigen, dass wesentlicher Bestandteil des therapeutischen Erfolges die Aufklärung ist (e35e37). Erste Ergebnisse liegen auch für Internet-basierte Angebote vor, die sowohl eine kognitive Verhaltenstherapie als auch Entspannungsübungen umfassten. Für beide Verfahren zeigte sich im Verlauf eine fast identische Wirksamkeit (e38). Sinnvoll ist auf regelmäßigen Sport (e39) und auf regelmäßige Zeiten ohne Verpflichtungen hinzuweisen. Wie in anderen Bereichen der pädiatrischen Pharmakotherapie fehlen kontrollierte Studien. Eine aktuelle Übersicht der Literatur findet sich in (39, 40) (Tabelle 3, 4).

Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie der Migräne
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie der Migräne
Tabelle 3
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie der Migräne
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie des Spannungskopfschmerzes
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie des Spannungskopfschmerzes
Tabelle 4
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie des Spannungskopfschmerzes

Bestehen Hinweise, dass das familiäre beziehungsweise schulische Umfeld die Kinder psychisch belastet, ist die Integration psychologischer und gegebenenfalls kinder- und jugendpsychiatrischer Kompetenz in die Behandlung notwendig. Gerade bei Jugendlichen, die über chronische Kopfschmerzen oder multiple Schmerzen klagen, sollte frühzeitig ein interdisziplinäres Therapiekonzept etabliert werden. Gerade in dieser Gruppe sind psychiatrische Komorbiditäten wie Depression, Angsterkrankung, Somatisierung häufig (36) und die Gefahr einer Chronifizierung hoch. Häufige Schmerzen in der Kindheit sind einer der Risikofaktoren für chronische Schmerzen im Erwachsenenalter (e40). Dies ruft nach der Entwicklung geeigneter präventiver Strategien für den Kopfschmerz bei Schülern, „von Anfang an“.

Interessenkonflikt
Prof. Straube bekam Vortragshonorare beziehungsweise Reisekostenerstattung von: Allergan, Hormosan, Boehringer Ingelheim, Merk-Serono, Desitin, Pfizer, Berlin Chemie, MSD. Er erhielt Wissenschafts-Förderung oder Honorar für die Durchführung von wissenschaftlichen Studien von: Allergan, Novartis, MSD, Boehringer Ingelheim, Weber & Weber, FGK, Fresenius Stiftung, DFG und BMBF.

Prof. Heinen erhielt Honorare für eine Beratertätigkeit der Firma Allergan.

Prof. Ebinger wurde für die Durchführung von klinischen Auftragsstudien mit Drittmitteln von AstraZeneca ausgestattet.

Prof. von Kries erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 10. 9. 2012, revidierte Fassung angenommen: 13. 8. 2013

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Andreas Straube
Neurologie, Campus Großhadern
Universität München
81377 München
astraube@nefo.med.uni-muenchen.de

Zitierweise
Straube A, Heinen F, Ebinger F, von Kries R: Headache in school children: prevalence and risk factors. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(48): 811–18.
DOI: 10.3238/arztebl.2013.0811

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4813

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Pädiatrische Neurologie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie der Universität München, Campus Innenstadt, Dr. von Haunersches Kinderspital: Prof. Dr. med. Florian Heinen
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn und Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg: PD Dr. med. Ebinger
Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin, Universität München: Prof. Dr. med. von Kries
IHS-Kriterien der Migräne ohne Aura
IHS-Kriterien der Migräne ohne Aura
Kasten 1
IHS-Kriterien der Migräne ohne Aura
IHS-Kriterien des episodischen Spannungskopfschmerzes
IHS-Kriterien des episodischen Spannungskopfschmerzes
Kasten 2
IHS-Kriterien des episodischen Spannungskopfschmerzes
Assoziation von somatischen Beschwerden mit Kopfschmerzen/Migräne Altersgruppe 13–18
Assoziation von somatischen Beschwerden mit Kopfschmerzen/Migräne Altersgruppe 13–18
Tabelle 1
Assoziation von somatischen Beschwerden mit Kopfschmerzen/Migräne Altersgruppe 13–18
Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen
Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen
Tabelle 2
Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie der Migräne
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie der Migräne
Tabelle 3
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie der Migräne
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie des Spannungskopfschmerzes
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie des Spannungskopfschmerzes
Tabelle 4
Pharmakologische und nichtpharmakologische Therapie des Spannungskopfschmerzes
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  • Schulkopfschmerz
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    Fege, Jürgen
  • Funktionelle Blockierung
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    Falkenau, Hans Alex
  • Augen berücksichtigen
    Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 328-9; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0328c
    Gorzny, Fritz
  • Schlusswort
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    Straube, Andreas

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