ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2013Rhön-Kliniken: Großaktionär B. Braun reicht Klage gegen Verkauf ein

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Rhön-Kliniken: Großaktionär B. Braun reicht Klage gegen Verkauf ein

Dtsch Arztebl 2013; 110(48): A-2292 / B-2016 / C-1952

dpa

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Die Fresenius- Tochter Helios will Rhön 43 Kliniken abkaufen. Foto: dpa
Die Fresenius- Tochter Helios will Rhön 43 Kliniken abkaufen. Foto: dpa

Der seit Monaten tobende Kampf um die Macht beim Klinikkonzern Rhön geht in eine neue Runde: Der Großaktionär B. Braun Melsungen klagt gegen den Verkauf von 43 Kliniken an die Fresenius-Tochter Helios. „Das Unternehmen verfolgt mit diesem Schritt auch das Ziel, die Wettbewerbsvielfalt im Klinikmarkt zu erhalten“, teilte der Medizintechnikhersteller mit. Mit der Erhöhung seines Aktienanteils von zehn auf 14 Prozent ist Braun nun größter Einzelaktionär – vor Rhön-Gründer Eugen Münch.

Aus Sicht von Fresenius hat die Klage keine Aussicht auf Erfolg. Den Großteil der Transaktion wolle der Medizinkonzern weiterhin bis Jahresende abschließen, sagte ein Sprecher. B. Braun reichte seine Klage beim Landgericht Schweinfurt ein. Ziel ist es, den Verkauf für nichtig erklären zu lassen oder die Zustimmung der Haupt­ver­samm­lung mit einer Mehrheit von mehr als 90 Prozent zur Bedingung zu machen.

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Im Juni 2012 wurde bekannt, dass Rhön an Fresenius verkauft werden sollte. Doch Asklepios und B. Braun, Konkurrent der Fresenius-Sparte Kabi, vereitelten den Milliardendeal. Mitte September dieses Jahres kündigte Fresenius an, Rhön nicht komplett zu übernehmen, sondern einen Großteil von dessen Kliniken zu kaufen. dpa

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