ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2013Philippinen nach dem Taifun: Hilfe wird noch monatelang nötig sein

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Philippinen nach dem Taifun: Hilfe wird noch monatelang nötig sein

Dtsch Arztebl 2013; 110(48): A-2292 / B-2016 / C-1952

Korzilius, Heike

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Ärzte ohne Grenzen ist ebenso wie viele andere Hilfsorganisationen auf den Philippinen im Einsatz. Foto: Caroline Van Nespen/MSF
Ärzte ohne Grenzen ist ebenso wie viele andere Hilfsorganisationen auf den Philippinen im Einsatz. Foto: Caroline Van Nespen/MSF

Die vom Taifun Haiyan betroffenen Regionen auf den Philippinen werden noch monatelang auf fremde Hilfe angewiesen sein. Damit rechnet Dr. med. Tankred Stöbe, Vorstandsvorsitzender von Ärzte ohne Grenzen Deutschland, der seit Mitte November mit einem Team von 17 internationalen Mitarbeitern in der Region um die fast völlig zerstörte Stadt Tacloban die Menschen medizinisch versorgt. Insgesamt arbeiten 192 Mitarbeiter der Hilfsorganisation in den am stärksten betroffenen Gebieten des Landes.

Ein Hauptproblem sei nach wie vor die Logistik, sagte Stöbe im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt. Die Infrastruktur in der Region sei völlig zusammengebrochen. Neben der Akutbehandlung von Verletzten müssten auch chronisch Kranke dringend mit Medikamenten versorgt werden, denn die meisten medizinischen Einrichtungen und Krankenhäuser seien zerstört.

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„Wir sehen zum Beispiel viele Patienten mit stark erhöhtem Blutdruck oder entgleisten Zuckerwerten“, erklärte der Notarzt. Außerdem nähmen Atemwegserkrankungen und Durchfälle zu, weil die Menschen ihr Heim verloren hätten und im Freien schlafen müssten. „Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit“, berichtete Stöbe. Die Hauptaufgaben seien noch lange nicht gelöst, auch wenn das internationale Medieninteresse bereits allmählich nachlasse.

Ein Interview („5 Fragen an“) mit Tankred Stöbe ist unter www.aerzteblatt.de/2292a abrufbar. HK

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