ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2013Weltaidstag: Aufruf zur Solidarität mit HIV-Infizierten

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Weltaidstag: Aufruf zur Solidarität mit HIV-Infizierten

Dtsch Arztebl 2013; 110(49): A-2342 / B-2062 / C-1994

KNA; dpa

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Die Deutsche Aids-Hilfe hat anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember zu mehr Solidarität mit den Betroffenen aufgerufen. „Mobbing am Arbeitsplatz, Kündigungen, Abweisung in Arztpraxen oder Termine nur am Schluss der Sprechzeit, all das ist auch heute für viele Menschen mit HIV Realität“, sagte Vorstandsmitglied Carsten Schatz. Die Diskriminierung erhöhe die Hürde, sich überhaupt testen zu lassen.

Foto: Fotolia/Africa Studio
Foto: Fotolia/Africa Studio

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lebten Ende 2012 schätzungsweise 78 000 HIV-Infizierte in Deutschland. Die Zahl der Neuinfektionen lag bei 3 400, die der Todesfälle bei 550. RKI-Schätzungen zufolge wissen etwa 14 000 Menschen in der Bundesrepublik nicht, das sie infiziert sind.

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In Entwicklungsländern sterben unterdessen immer mehr Jugendliche an Aids. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF ist die Zahl in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen – auf mehr als 100 000. Erfolge meldet UNICEF bei Kindern. Die Übertragung der Erreger von Mütter auf Kinder sei eingedämmt worden. Zwar seien 2012 noch 260 000 Kinder mit HIV infiziert worden. Sieben Jahre zuvor seien es aber noch mehr als doppelt so viele gewesen.

In Berlin forderte ein Zusammenschluss von Initiativen die Bundeskanzlerin auf, den deutschen Beitrag zum globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zu verdoppeln. Derzeit zahlt Deutschland etwa 200 Millionen Euro pro Jahr ein. Das „Aktionsbündnis gegen Aids“ überreichte circa 50 000 Unterschriften. Der Fonds hat seit 2002 Aids-Medikamente für die Behandlung von 5,3 Millionen Menschen bereitgestellt. kna/dpa

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