ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2013Pegasys®: Weitere Fälle von Arzneimittelfälschungen

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Pegasys®: Weitere Fälle von Arzneimittelfälschungen

Dtsch Arztebl 2013; 110(49): A-2344 / B-2064 / C-1996

EB

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Die Roche-Pharma AG informiert über weitere bestätigte Arzneimittelfälschungen des Produktes Pegasys® (Wirkstoff: pegyliertes Interferon alpha-2a), das zur Therapie der chronischen Hepatitis B und C indiziert ist. Ein erster Verdacht auf eine Arzneimittelfälschung wurde dem Unternehmen unlängst durch eine deutsche Importfirma herangetragen. Aufgefallen war hier Ware, bei der der Spritzenkörper nicht wie beim Original aus Glas, sondern aus Plastik bestand. Außerdem war der Spritzenkolben weiß und nicht wie beim Original rot gefärbt.

Original (oben) und Fälschung (unten) des Interferon- alpha-Präparates Pegasys®. Fotos: Roche
Original (oben) und Fälschung (unten) des Interferon- alpha-Präparates Pegasys®. Fotos: Roche

Derartige Spritzen fand man auch in einem weiteren in Deutschland bekanntgewordenen Fall. Hier handelte es sich ebenfalls um Reimportware aus Rumänien in rumänisch-bulgarischer Aufmachung. Die Ware gelangte über einen deutschen Parallelimporteur und eine deutsche Apotheke bis zum Patienten. Inzwischen ist gefälschte Ware auch in Rumänien mit weiteren Chargenbezeichnungen entdeckt worden.

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Die chemischen Analysen ergaben, dass die gefälschte Ware keinen Wirkstoff, sondern eine Glukoselösung enthält. Der Hersteller weist darauf hin, dass die Lösung möglicherweise nicht steril ist. Die Fälschungen könnten daher bei Anwendung für die Patienten ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. EB

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