ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2013Rhön-Übernahme: Bundeskartellamt leitet Hauptprüfverfahren ein

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Rhön-Übernahme: Bundeskartellamt leitet Hauptprüfverfahren ein

Dtsch Arztebl 2013; 110(49): A-2342 / B-2062 / C-1994

Flintrop, Jens

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Marktbeherrschende Stellung? Das Kartellamt prüft die geplante Übernahme von 43 Rhön-Kliniken durch Fresenius. Foto: picture alliance
Marktbeherrschende Stellung? Das Kartellamt prüft die geplante Übernahme von 43 Rhön-Kliniken durch Fresenius. Foto: picture alliance

Das Bundeskartellamt hat im Fusionskontrollverfahren zur geplanten Übernahme von Rhön-Tochtergesellschaften durch Fresenius das Hauptprüfverfahren eingeleitet. Der Gesundheitskonzern Fresenius SE & Co. KG aA, zu dem auch die Helios-Kliniken zählen, will 43 von 47 Krankenhäusern und alle 15 Medizinischen Versorgungszentren der Rhön-Klinikum AG übernehmen. Der Kaufpreis beträgt drei Milliarden Euro. Mit dann 117 Krankenhäusern und einem Umsatz von 5,5 Milliarden Euro würde Helios zum Marktführer in Deutschland.

Der Großteil des Geschäfts soll noch in diesem Jahr vollzogen werden. Man rechne auch nach der Ankündigung des Kartellamts nicht mit einer Verzögerung, erklärte ein Fresenius-Sprecher. Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamts: „Das Vorhaben stellt das bislang größte Zusammenschlussprojekt im Krankenhausbereich in Deutschland dar. Ziel der Fusionskontrolle bei Krankenhäusern ist es, wettbewerbliche Strukturen zum Wohle des Patienten aufrechtzuerhalten.“ Die Prüfung erstrecke sich insbesondere auf die regionalen Überschneidungen in der stationären Versorgung. Fresenius ist ebenfalls als Anbieter von Medizinprodukten in Deutschland tätig. Deshalb wollen die Wettbewerbshüter sich auch mit diesem Bereich befassen.

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Der erhebliche Umfang der Ermittlungen macht die Einleitung des Hauptprüfverfahrens erforderlich. Die Frist für eine Entscheidung verlängert sich damit bis Ende Februar 2014. JF

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