ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2013Interview: Nicht nur Ärzte unterbezahlt
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Ich begrüße sehr, dass das Organ der Deutschen Ärzteschaft über den eigenen Tellerrand hinausschaut und darauf hinweist, dass nicht nur viele ärztliche, sondern auch nichtärztliche Freiberufler häufig durch die kranken Kassen in schäbiger Weise unterbezahlt werden. Wenn Logopäden nach einer intensiven und hochqualifizierten Ausbildung einen Stundensatz teilweise unter 30 Euro erhalten, dann zeugt dies von einem mangelnden Verständnis der im Angestelltenverhältnis tätigen Kassenfunktionäre für die Tatsache, dass Freiberuflichkeit stets Folgendes mit sich bringt: Kosten für die Altersversorgung, für eine Vielzahl von Versicherungen, für die kein Arbeitgeber einen Anteil zuzahlt, eigenständige Absicherung für Berufsunfähigkeit, Raum- und eventuell weitere Personalkosten, Büro- und Verwaltungskosten und nicht zuletzt für das nicht geringe unternehmerische Risiko. Wir können in Deutschland gut auf einen großen Teil der mehr als 100 000 Kassenangestellten verzichten, ebenso auf Marketingmaßnahmen wie die Kostenübernahme für Wellness oder paramedizinischen Unfug, nicht aber auf die ärztlichen und nichtärztlichen Freiberufler, die sich täglich engagiert für ihre Patienten einsetzen.

Dr. Reinhard Kennemann, 45327 Essen

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