ArchivDeutsches Ärzteblatt20/1996Arzt im Praktikum: Vorteile des AiP nicht überzeugend
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LNSLNS . . . Genau wie die Kollegin Falk könnte auch ich mich auslassen über eine sehr abwechslungsreiche, lernintensive Zeit als Ärztin im Praktikum, die ich, fast wie nach der Approbationsordnung emp-fohlen, zu fünf Monaten in einem operativen Fach und zu dreizehn Monaten in einem nicht operativen Fach durchführte. Diese positiven Erfahrungen gehen aber auf die Weiterbildungsaktivitäten der ausbildenden Ärzte und keineswegs auf die Organisationsform dieser Weiterbildungsphase zurück! Dies zeigte sich daran, daß meinen Assistenzarztkollegen in der Inneren Medizin, die ihr AiP in einem chirurgischen Fach absolviert hatten und nun wechselten, genau dieselbe Ausbildung widerfuhr wie mir als AiP. Natürlich wird jeder neue Kollege zunächst intensiver angeleitet und in seinen Maßnahmen überwacht und korrigiert – das wäre ja auch verantwortungslos, wenn dies bei einem Fachneuling, nur weil er sich schon Assistenzarzt nennen darf, versäumt würde.
. . . In meinem Rückblick auf die AiP-Zeit bleibt als positive Bilanz nichts weiter, als was eine Assistenzärztin früherer Prägung nicht auch hätte erlebt haben können – und daher überzeugen mich die Vorteile des AiP angesichts der schlechten Bezahlung nicht.
Dr. Birte Neppert, Rahlstedter Weg 87, 22147 Hamburg
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