ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2013Migrantenkinder: Erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen

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Migrantenkinder: Erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen

PP 12, Ausgabe Dezember 2013, Seite 533

Hillienhof, Arne

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Kinder aus Migrantenfamilien wachsen in einem kulturellen und emotionalen Spannungsfeld auf. Foto: iStockphoto
Kinder aus Migrantenfamilien wachsen in einem kulturellen und emotionalen Spannungsfeld auf. Foto: iStockphoto

In Deutschland lebende Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund haben ein erhöhtes Risiko für eine Depression, Abhängigkeitserkrankung, posttraumatische Belastungsstörung, ein psychosomatisches Leiden oder andere psychische Störungen. Darauf hat der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) hingewiesen.

„Die Kinder und Jugendlichen aus Migrantenfamilien wachsen häufig in einem enormen kulturellen und emotionalen Spannungsfeld auf“, erklärte Oya Uzelli-Schwarz aus dem Vorstand des Berufsverbandes. Mit den sich daraus ergebenden Konfliktsituationen seien Eltern und die Heranwachsenden häufig überfordert, was sich zunächst in einem auffälligen Verhalten und bei einem Andauern der emotionalen Belastung auch in einer psychischen Störung äußern könne.

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Besorgniserregend sind laut dem BKJPP auch die zum Teil anzutreffenden Vorbehalte gegenüber medizinischen und psychosozialen Hilfen. „Die Familien vertrauen sich in der Regel viel zu spät einem Arzt an“, sagte die Kinder- und Jugendpsychiaterin Uzelli-Schwarz. Dies verschlimmere nicht nur das seelische Leiden der jungen Patienten. „Auch die Behandlung wird dann schwieriger, sie dauert länger, und im schlimmsten Fall wird der Behandlungserfolg sogar infrage gestellt“, so Uzelli-Schwarz. hil

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