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Einblicke: Kasimir Wischnewsky (58), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (KJP)

PP 12, Ausgabe Dezember 2013, U3

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Foto: Murat Tueremis
Foto: Murat Tueremis

Kasimir Wischnewsky (58), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (KJP) mit psychodynamischer Orientierung in Köln. Erst 2010 hat er aufgrund der 20-Prozent-Quotenregelung für KJP eine Zulassung bekommen, als in Köln 38 neue Sitze geschaffen wurden. Zuvor war er in einem Heim angestellt. „Es war wie ein Sechser im Lotto“, erinnert er sich. Der gebürtige Pole hat in Warschau Pädagogik studiert, dann Journalismus und war lange als Journalist tätig.

Zieht Ihr polnischer Hintergrund verstärkt Landsleute an?

Ich merke das nicht. Zu mir kommen vorwiegend deutsche Kinder, aber auch italienische, russische, polnische und türkische. Man merkt dabei die kulturellen Unterschiede. Manchmal ist das sehr schwierig, aber ich mache das, was möglich ist.

Was gefällt Ihnen am meisten an dem Beruf?

Es ist ein unheimlich spannender Beruf. Die Arbeit faszinierend mich, weil sie sehr viele Bereiche umfasst. Ich bin sehr interessiert an Wissenschaft, Literatur, Kultur, an der Welt und an Menschen. In diesen Beruf bin ich auf Umwegen gelandet, aber jetzt bin ich richtig.

Was mögen Sie weniger?

Der Druck ist schon sehr belastend. Fast jede Woche rufen besorgte Eltern an, weil sie einen Therapieplatz für ihr Kind suchen. Denen oft sagen zu müssen, dass ich momentan keinen Platz habe, fällt mir sehr schwer. Ich hatte Phasen, in denen ich die Grenzen meiner psychischen und physischen Belastbarkeit erreicht habe. Als ich jedoch kaum noch joggen ging, begriff ich, dass ich nicht die ganze Welt retten kann.

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