ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2013Kulturkalender: Kraftvolle Bildwelten

KULTUR

Kulturkalender: Kraftvolle Bildwelten

Dtsch Arztebl 2013; 110(50): A-2440 / C-2070

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

BERLIN

13. Dezember 2013 bis 2. März 2014:

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K. O. Götz

Aus Anlass seines 100. Geburtstags ehrt die Neue Nationalgalerie K. O. Götz, einen Hauptvertreter des Deutschen Informels, mit einer acht Jahrzehnte seines Schaffens umfassenden Retrospektive. Rund 60 seiner kraftvollen abstrakten Bildwelten (Foto: 24 Variationen mit 1 Faktur [F], 1949, 260 x 400 cm) bieten Einblick in das vielschichtige Werk eines Künstlers, der auch als Dichter und Wissenschaftler tätig war, in den 1960er und 1970er Jahren an der Düsseldorfer Kunstakademie lehrte und großen Einfluss auf nachfolgende Künstler wie Sigmar Polke und Gerhard Richter hatte. Die Schau geht später nach Duisburg und Wiesbaden.

Neue Nationalgalerie, Kulturforum, Potsdamer Str. 50, Di.–Fr. 10–18, Do. 10–22, Sa./So. 11–18 Uhr

CHEMNITZ

8. Dezember 2013 bis 27. April 2014:

Alexej von Jawlensky – neu gesehen

Ergänzt um hochrangige Leihgaben wird der 40 Gemälde sowie 35 Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken umfassende eigene Bestand an Werken des russisch-deutschen Malers (1864–1941) gezeigt. Bedeutende Gemälde, die bereits 1923 bei Jawlenskys erster großer Retrospektive in Chemnitz zu sehen waren, sind für die aktuelle Ausstellung zurückgekehrt.

Kunstsammlungen Chemnitz, Museum Gunzenhauser, Falkeplatz, Di.–So. 11–18 Uhr

ESSEN

Bis 16. Februar 2014:

Bilder unter Freunden

Die Sammlung des Schweizer Fotografen Ernst Scheidegger, die das Folkwang 2013 erwarb, beinhaltet Foto-Ikonen des 20. Jahrhunderts. Unter den 87 Originalabzügen von sechs Fotografen der Agentur Magnum, mit denen Scheidegger in den 1950er Jahren Arbeiten austauschte, sind Cartier-Bressons legendäre Aufnahmen von Gandhis Begräbnis in Delhi und 19 Vintage-Prints Robert Capas, zum Beispiel seine virtuosen Bilder aus dem Chinesisch-Japanischen Krieg (1938) sowie – weltberühmt – „Tod eines republikanischen Soldaten“ und „Landung der alliierten Truppen in der Normandie“.

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, Di.–So. 10–18, Fr. 10–22.30 Uhr

HANNOVER

Bis 21. April 2014:

Träumen und Fliegen

Eine Ausstellung speziell für Kinder: Unter dem Titel „Der weggeflogene Komarov“ erzählt der 1933 in der Ukraine geborene Künstler Ilya Kabakov in 32 an Kinderbuchillustrationen erinnernden Blättern hochpoetisch von Menschen, die fliegen können. Sie erwarten die jungen Gäste am Museumsvorplatz zusammen mit Installationen, die zu spielerischen Aktivitäten rund ums Träumen und Fliegen einladen.

Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz 1, Di. 10–20, Mi.–So. 10–18 Uhr

MANNHEIM/MÜNCHEN

Bis 23. März/Ab 11. April 2014:

Dix/Beckmann: Mythos Welt

Die Themenräume, die „Mythos Welt“ gliedern, tragen Titel wie „Tod & Auferstehung“ oder „Trieb & Traum“. Sie lenken den Blick auf die spannenden Unterschiede und Übereinstimmungen in Weltbild und Bildsprache der beiden herausragenden figurativen Maler des deutschen Nachexpressionismus, Max Beckmann und Otto Dix. Das ungleiche Künstler-Duo war geprägt von zwei Weltkriegen und einer Zeit der Extreme, in der Gewohntes fremd wurde – 100 Gemälde und 165 Papierarbeiten legen davon Zeugnis ab.

Kunsthalle Mannheim, Friedrichsplatz 4, Di.–So. 11–18, Mi. 11–20 Uhr; Hypo-Kunsthalle, Theatinerstr. 8, tgl. 10–20 Uhr

WÜRZBURG

14. Dezember 2013 bis 23. März 2014:

Rein malerisch – Leibl und sein Kreis

Anhand von mehr als 100 Bildern zeichnet die Ausstellung den zu der Zeit revolutionären künstlerischen Ansatz Wilhelm Leibls (1844–1900) und seiner Freunde wie Karl Haider, Wilhelm Trübner und Carl Schuch nach. Den sentimentalen Genredarstellungen ihrer Zeit erteilten sie eine Absage und konzentrierten sich auf Farbe, Form und das „Reinmalerische“.

Kulturspeicher, Oskar-Laredo-Platz 1, Di. 13–18, Mi. u. Fr.–So. 11–18, Do. 11–19 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

© Lêna Bùi, 2012
© Lêna Bùi, 2012

Kunst und medizinische Forschung

Ein spannender Dialog zwischen Medizin und Kunst: Sechs vom Londoner Wellcome Trust geförderte medizinische Forschungslabore in England, Südafrika, Kenia, Malawi, Thailand und Vietnam luden 2012 jeweils heimische Künstler ein, sich ein halbes Jahr vor Ort mit ihren Projekten auseinanderzusetzen. Das Ergebnis sind sehr individuelle, fesselnde Arbeiten aus Malerei, Skulptur, Fotografie, Film und Performance, die jetzt in der Wellcome Collection ausgestellt sind. Lêna Bùi etwa zeigt Zeichnungen und Fotos zur Krankheitsübertragung vom Tier auf den Menschen, mit der sie sich am Oxford University Clinical Research Center in Saigon beschäftigte (Bild). Die Skulpturen von Elson Kambalu wie „Kafukufuku Man“ thematisieren den Graben zwischen traditioneller und moderner Medizin in Malawi.

„Foreign Bodies, Common Ground“: Wellcome Collection, 183 Euston Road, London, Mo.–Sa. 10–18, Do. 10–22, So. 11–18 Uhr (bis 9. Februar 2014)

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