ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2013Anthony S. Fauci: Pionier der HIV-Forschung geehrt

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Anthony S. Fauci: Pionier der HIV-Forschung geehrt

Dtsch Arztebl 2013; 110(50): A-2437 / B-2147 / C-2067

Zylka-Menhorn, Vera

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Anthony S. Fauci, Foto: Robert-Koch-Stiftung
Anthony S. Fauci, Foto: Robert-Koch-Stiftung

Als Anfang der 1980er Jahre eine rätselhafte Infektionserkrankung ins Licht der Öffentlichkeit rückte, begannen der US-Immunologe Prof. Dr. Anthony S. Fauci und sein Team nach der Ursache zu suchen. Er identifizierte molekulare und zelluläre Mechanismen der infizierten Zellen und zählt heute als Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases in Bethesda zu den Pionieren der HIV-Forschung. Sein 1988 in „Science“ veröffentlichter Beitrag zur Pathogenese von HIV ist einer der meistzitierten medizinischen Fachartikel. Das Verständnis der Störung der Helferzellen (CD4+ T-Zellen) bildete die Grundlage für die antiretrovirale Therapie, die Infizierten eine Zukunftsperspektive gegeben hat.

Fauci zeichnet sich aber nicht nur durch seine Forschungsarbeiten aus, sondern auch durch die Entwicklung des staatlichen Aids-Nothilfeprogramms PEPFAR, das Millionen Betroffenen vor allem in Afrika half. Auch für die Gestaltung von Programmen zur Bekämpfung von Malaria, Tuberkulose und Grippe-Pandemien zeichnet sich Fauci hauptsächlich verantwortlich. Als Spitzenvertreter der amerikanischen Wissenschaft hat er rund 40 Ehrendoktortitel erhalten und wurde 2007 mit dem Lasker Award for Public Service ausgezeichnet. Zudem erhielt Dr. Fauci die höchste Auszeichnung der USA für Zivilisten: die Freiheitsmedaille des Präsidenten.

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Für sein Lebenswerk erhielt Fauci nun auch einen renommierten deutschen Wissenschaftspreis: die Robert-Koch-Medaille in Gold. Vera Zylka-Menhorn

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