ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2013Menschen mit Behinderungen: Im Koalitionsvertrag berücksichtigt

AKTUELL

Menschen mit Behinderungen: Im Koalitionsvertrag berücksichtigt

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

„Die Verhandlungspartner Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag eindeutig zur UN-Behindertenrechtskonvention und zum Nationalen Aktionsplan als Leitlinie der Politik bekannt“, erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe (CDU), anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember. „Nun muss jedoch eine neue Bundesregierung die Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen weiter voranbringen und die Gesetze mit der Konvention in Einklang bringen“, sagte er bei der Konferenz der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung in Berlin. Noch sei man weit von einer inklusiven Gesellschaft entfernt.

Die Inklusion behinderter Menschen ist das Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention. Foto: Fotolia/apops
Die Inklusion behinderter Menschen ist das Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention. Foto: Fotolia/apops

Hüppe begrüßte besonders das Vorhaben, Menschen mit Behinderungen, die sehr eingeschränkt sind und Assistenz im täglichen Leben brauchen, aus dem bisherigen „Fürsorgesystem“ herauszuführen und die Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht weiterzuentwickeln. Dabei dürfe es jedoch nicht sein, dass nur Menschen, die bereit sind, sich oder ihre Kinder in speziellen Einrichtungen unterbringen zu lassen und sich somit „auszugliedern“, diese Hilfen erhalten. „Gemeinsame Lebensräume sind wichtig, um Berührungsängste zu vermeiden“, erläuterte er. ER

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote