ArchivDeutsches Ärzteblatt20/1996Familienpolitik: Benachteiligung bei der Ärzteversorgung
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LNSLNS Vielen Dank, daß das DÄ sich mit der Benachteiligung von Kindererziehung in unserem Staat beschäftigt.
Ich möchte darauf hinweisen, daß die Benachteiligung von Müttern in unserer Ärzteversorgung beginnt, in der ich als niedergelassene Ärztin gezwungen bin, Mitglied zu sein. Lieber wäre ich in der gesetzlichen Rentenversorgung, denn dort werden mir die Jahre der Kindererziehung, im Gegensatz zum Versorgungswerk in Tübingen, als Erziehungszeiten anerkannt. Ohne meine drei Kinder hätte ich mein regelmäßiges, sicher höheres, Einkommen und keine Pausen einlegen müssen, um für die Kinder da zu sein. Es ist mein finanzielles Privatvergnügen, Kinder zu haben. Das wird der werdenden Mutter spätestens da bewußt, wenn die Krankentagegeldversicherung aufhört zu bezah-len, wenn die Schwangere in den gesetzlichen Mutterschutz geht und wegen der Geburt die Praxis verständlicherweise für ein paar Tage schließen muß.
Dr. med. Britta Hahn,
Kalkofenstraße 23, 78050 Villingen
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