ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2013Börsebius: Füllhorn verstopft?

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Börsebius: Füllhorn verstopft?

Dtsch Arztebl 2013; 110(51-52): A-2500 / B-2200 / C-2120

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Was in den letzten zwei Jahrzehnten guter Brauch war, wird auch im nächsten Jahr schöne Sitte sein. Jeden ersten Samstag im Monat können die Leser des Deutschen Ärzteblattes ihrem Kolumnisten Börsebius zu allen Themen „rund ums Geld“ vier Stunden lang ein Loch in den Bauch fragen. Die nächste Okkasion wird demnach also am 4. Januar 2014 sein (siehe Kasten Börsebius-Leserservice).

In der Nachschau ist sicher interessant, welche Sorgen die Leser im Weihnachtsmonat Dezember 2013 hauptsächlich plagten. Einem Großteil der Anrufer war es ein echtes Anliegen, ob denn nun die Jahresendrallye am Aktienmarkt noch komme, und wenn ja, wie viel der DAX an weiteren Punkten packen könne. Viele fragten sich aber auch besorgt, ob die derzeitige Schwäche bei Dividendentiteln der Auftakt zu einer längeren Abwärtsphase sei, und ob, wie ein Leser so schön meinte, das Füllhorn denn nun endgültig verstopft sei.

Wenn Sie diese Kolumne lesen, werden Sie wissen, dass die Jahresendrallye nicht mehr kommt. Allerdings war quasi das ganze Jahr Rallye, zu gut hat der DAX in den ersten elf Monaten performt, da kommt es auf die paar Minusprozente in den letzten Tagen sicher nicht an. Die Ernte war 2013 reich genug. So gesehen kann das Füllhorn auch mal eine Weile schweigen.

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Bange Blicke richten sich gleichwohl auf das kommende Jahr. Alleine die ersten Gerüchte über das künftige Vorgehen der Notenbanken, angeführt von der Federal Reserve, ließen an den Aktienmärkten Ängste aufkeimen. Es scheint eine ziemliche sichere Sache zu sein, dass die Währungshüter die ausufernden Gelddruckprogramme langsam zurückführen (Tapering), offen sind alleine Zeitpunkt und Umfang. Das wird in ersten Reaktionen sicher für Unruhe und möglicherweise auch Marktstörungen sorgen, auf den zweiten Blick wird das entschlossenere Vorgehen der Notenbanken die Märkte nicht aus der Bahn werfen, weil es ja so wie bisher mit dem ungezügeltem Anwerfen der Geldpresse nicht weitergehen kann.

Das Füllhorn ist also auch für 2014 nicht verstopft. Es gilt aber durchaus, die richtigen Instrumente zu finden, um die Klaviatur der Finanzmärkte perfekt zu beherrschen. Gute Gelegenheiten wird es ebenfalls im nächsten Jahr geben. Den Taktstock schwingt aber bei alledem eine Frau: Janet Yellen, Präsidentin der Federal Reserve. Auf sie zu hören, ist des Anlegers vornehmste Pflicht.

Börsebius-Telefonberatung „rund ums Geld“

Wie an jedem 1. Samstag des Monats, können Sie auch am 4. Januar 2014 in der Zeit von 9 bis 13 Uhr Börsebius (Diplom-Ökonom Reinhold Rombach) anrufen (0221 985480-20). Die kostenlose Telefonberatung ist ein spezieller Service des Deutschen Ärzteblattes für seine Leser.

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