ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2013Fachärzte: Wie es gemeint war
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Meine zitierte Äußerung muss im inhaltlichen Zusammenhang gesehen werden. Es ging in der Diskussion darum, dass Herr Dr. Köhler die Meinung vertrat, in der ASV müsse die sogenannte Onko-Pauschale (Zusatzstrukturpauschale
aus der bundesweiten Onkologievereinbarung) ersatzlos wegfallen. Für diesen Fall sagte ich: „Man muss dann davon ausgehen, dass sich die ASV für die niedergelassenen Onkologen nicht mehr lohnt.“ Ansonsten begrüßen wir vom Bundesverband die ASV als historische Chance zur Überwindung des transsektoralen Grabens sowie zu einer leistungsgerechten unbudgetierten Honorierung. Für die Krankenhäuser wird die unkorrigierte Eins-zu-eins-Umsetzung des EBM in der ASV allerdings defizitär, da im EBM hauptsächlich Quartalspauschalen vorgesehen sind, die zur tagesbezogenen Abrechnung der Krankenhäuser nicht passen. Bei Verordnung der Zytostatika über Offizin-Apotheken entfallen zudem für das Krankenhaus die immensen Pharmarabatte der KH-Apotheke, die die tagesklinische Chemotherapie (einzig!) lukrativ macht. Im Übrigen müsste eine Regelung der Vergütung der Fremdleistungen (Labor, Diagnostik) im Krankenhaus geschaffen werden, die der niedergelassene internistische Onkologe per Fremdüberweisung veranlasst.

Dr. med. Wolfgang Abenhardt, 80335 München

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