ArchivDeutsches Ärzteblatt20/1996Umweltthema im Mai: Informationsbeschaffung über Datennetze

POLITIK: Aktuell

Umweltthema im Mai: Informationsbeschaffung über Datennetze

Eckel, Heyo; Hüttemann, Ulrich; Rink, Claus

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LNSLNS In regelmäßigen Abständen berichten wir über Neuigkeiten im Bereich der Informationsbeschaffung in der Umweltmedizin, auch über Datennetze. Dabei suchen wir nach relevanten und gut verständlichen Informationen, um Ärzten einen kleinen Anhaltspunkt im "Dschungel" vor allem des Internet zu geben. Gerade die Frage der Informationsbeschaffung wird immer häufiger auf Fortbildungsveranstaltungen für Umweltmedizin angesprochen.
Erstmals wollen wir nun einige Suchroutinen vorstellen, mit denen man nach bestimmten Begriffen im Internet forschen kann. Die folgenden Hinweise beziehen sich auf Rechner, die sich auf epidemiologische und umweltmedizinische Fachthemen spezialisiert haben. Von jedem dieser Rechner kann man einen sogenannten "Link" zu einem anderen Rechner mit einem spezielleren Fachgebiet machen. Dies geschieht durch Anklicken des aufgeführten Rechners.
Die Rechner sind im Prinzip aus zwei Schwerpunkten entnommen worden: Erstens den sogenannten "Government-Rechnern", die einer nationalen Behörde unterstehen, und zweitens den "university sites", die in Eigenregie der Universitäten bestückt werden. Für erste Einstiege sind die "Government-Rechner" durchaus zu empfehlen, da hier vor allem auf abgesicherte Interpretationen von Daten Wert gelegt wurde. Indirekte politische Einflußnahmen können aber hier zu Nivellierungen in der Aussage führen. Hier also ein paar konkrete Hinweise:
– http://www.uwo.ca/epidem/ other: ein Überblick der "University of California" zu den Rechnern der unterschiedlichsten Organisationen.
– http://www.who.org/: der zentrale Rechner der WHO mit verschiedenen Verweisen zu epidemiologischen Fachbereichen.
– http://www.nih.gov/: der zentrale Rechner der amerikanischen "National Institutes of Health".
– http://www.hslib.washington.
edu/: ein wichtiger Rechner des "University of Washington Health Science Center", durch den eine Vielzahl von medizinischen Links gemacht werden können.
– http://www.med.uni-muenchen.de/trm/daten/homepage.html:einer der wichtigen Rechner zu klinischen und epidemiologischen Daten des Tumorregisters München.
– http://www.med.uni-muenchen.de/ibe.html: Weg zum Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie unter der Leitung von Prof. Überla, der auch außerhalb der Medizin ein international anerkannter Statistiker ist.
– http://www.cdc.gov/
epo/mmwr/: abrufbar sind die "Morbidity and Mortality Weekly Report Serial Publications"; wer will, kann sich über eine Suchroutine nach verschiedensten Interessensgebieten durch die Publikation arbeiten.
Die dargestellten Rechneranschlüsse bieten eine kostengünstige Möglichkeit (Informationen sind größtenteils frei), sich über aktuelle Themen zu informieren. Man wird sehr schnell feststellen, daß eine Vielzahl von Informationen, die in den Medien dargestellt werden, entweder veraltet oder falsch interpretiert worden sind.
Das wichtigste Suchmittel im Internet heißt "Gopher". Hier braucht man nicht einmal den Namen einer Datei zu kennen, weil man den Gopher einfach das Netz nach Schlagworten durchsuchen lassen kann. Ein übersichtliches, internationales Gopher-System finden Sie, wenn Sie als Adresse in Ihrem WWW-Browser (jeweilige Internet-Verbindungssoftware) unter "Gehe zu" eintragen: gopher://gopher.tc.edu:70/11/
other%20Gopher%20and%20Information%20Servers.
Sobald Ihr Rechner mit dem Gopher verbunden ist, erscheint ein Menü, das verschiedene Suchkriterien zur Auswahl hat. Bewegt man sich vorwiegend im Worldwideweb, gibt es hier drei wichtige Suchhilfen, die stellvertretend für die Vielzahl der Suchhilfen genannt werden sollen:
¿ Das graphische Suchsystem "Leo", welches Sie unter der Adresse http://www.leo.org/ erhalten. Dabei steht Leo für "Link everything online" und ist wegen seiner einfachen Benutzeroberfläche vor allem Neulingen im Internet zu empfehlen.
À Ausgefeiltere Suchrecherchen kann man mit dem System "Lycos" erhalten. Unter der anzuwählenden Adresse http://lycos.cs.cmu.edu/ bietet es eine Fülle verschiedener Suchmöglichkeiten. Es gehört zu den leistungsfähigsten Suchsystemen im Internet.
Á Legt man Wert auf einen möglichst schnellen Verbindungsaufbau und besitzt keine hochwertige Hardware, bietet sich "Yahoo" an. Dieses komfortable System kommt fast ohne Grafiken aus. Seiten können deshalb entsprechend schnell aufgebaut werden. Die Adresse hierfür lautet: http://www.Yahoo.com/. Neben den Suchbegriffen bietet Yahoo auch vorinstallierte Themenbereiche an, über die gesucht werden kann.
Mit den angegebenen Hilfen sollte es interessierten Ärtzen möglich sein, entsprechende Rechercheversuche durchzuführen und nicht "frustriert" das Internet zu verlassen. Um interessierte Kollegen an die Materie heranzuführen, plant die Akademie für ärztliche Fortbildung in Hannover übrigens demnächst ein eintägiges Kommunikationsseminar, in dem speziell auf Umweltmediziner zugeschnittene Ratschläge gegeben werden sollen.


Prof. Dr. med. Heyo Eckel
Prof. Dr. med. Ulrich Hüttemann
Dr. rer. nat. Claus Rink


Rückfragen: Dr. Claus Rink, Georisk GmbH, Schloß Türnich, 50169 Kerpen, Tel 0 22 37/6 12 22.
e-mail: 100526.2351@compuserve.com e-mail: Rink.UDS.enviroreport@t-online.de

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