ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2014Thomas Assmann: Einfühlsam als Hausarzt und Kolumnist

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Thomas Assmann: Einfühlsam als Hausarzt und Kolumnist

Dtsch Arztebl 2014; 111(1-2): A-39 / B-35 / C-33

Rieser, Sabine

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Thomas Assmann, Axel Rahmel Foto: privat
Thomas Assmann, Axel Rahmel Foto: privat

Dr. med. Thomas Aßmann (50) aus dem Bergischen Land hat schwere Zeiten hinter sich. Wer die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ liest, weiß warum. Dort hat der hausärztlich tätige Internist in seiner Kolumne „Der Landarzt“ gestanden, dass er den adventlichen Gaben seiner dankbaren Patienten (Lebkuchen, Marzipan, Pralinen) schlecht widersteht: Im Dezember verbinden ihn „vorweihnachtliche Gewichtsprobleme und die halbherzigen Vorsätze für Januar mit einem großen Teil meiner Patienten“.

Kein Wunder, dass ihm mal ein Leser schrieb, die Kolumne sei so wunderbar menschlich. Das soll sie auch sein, findet Aßmann: „Verständnis für die Patienten zu haben“ und zu wecken, ist ihm wichtig. Genauso, Einblicke in die vielfältigen alltäglichen Herausforderungen in der Praxis zu geben: „Ärztliche Tätigkeit ist nicht nur Tabletten werfen.“ Vor kurzem hat er über einen psychisch kranken, randalierenden Patienten geschrieben. Verständnis statt moralischer Keule – dieses Anliegen setzt er um.

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Aßmann verfasste gelegentlich Leserbriefe, dann bat die Redaktion um die Kolumne, im Wechsel mit einer Klinikärztin. Zwar schreibt er gern, meist spät am Abend, aber etwas anderes als Medizin wollte er nie machen: „Ich finde meinen Beruf toll. Sie kriegen als Hausarzt das pralle Leben mit.“

Noch etwas hat ihn dazu bewegt, Arzt zu werden: „Dass ich in diesem Beruf aufgrund der zunehmenden Erfahrung wertvoller werde, eine Ausnahme in der Arbeitswelt.“ Das gilt allerdings auch für gute Kolumnisten. Sabine Rieser

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