ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2014Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung: G-BA macht erste konkrete Vorgaben

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Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung: G-BA macht erste konkrete Vorgaben

Dtsch Arztebl 2014; 111(1-2): A-5 / B-5 / C-5

Osterloh, Falk

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Erstmals hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) Vorgaben zur Behandlung einer Erkrankung im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) vorgelegt. Bei der Behandlung von Tuberkulose und Mykobakteriose muss sich demnach das Kernteam aus einem Lungenfacharzt, einem Internisten mit der Zusatzweiterbildung Infektiologie, einem Facharzt für Mikrobiologie und – sofern Kinder und Jugendliche behandelt werden – einem Kinderarzt zusammensetzen. Die Leistungen können ab Frühjahr 2014 zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung erbracht werden.

„Die heutigen Entscheidungen sind nicht nur für die Tuberkulose relevant, sondern weichenstellend für alle weiteren Konkretisierungen der ASV“, sagte das unparteiische Mitglied im G-BA, Dr. med. Regina Klakow-Franck. „Dies betrifft zum Beispiel die Festlegung von Mindestmengen und den Ein- oder Ausschluss von bildgebenden Verfahren oder Laboruntersuchungen in den Behandlungsumfang.“

Jetzt gelte es, für jede schwere oder seltene Erkrankung ein passgenaues Konzept zu erstellen, erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dipl.-Med. Regina Feldmann. „Welche Spezialisten werden in den Kernteams benötigt, wie wird der Behandlungsumfang definiert oder welche besondere technische oder räumliche Ausstattung ist erforderlich? Das sind nur einige der vielen Fragen, die für jede neue Anlage geklärt werden müssen.“ fos

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