ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2014Krankenkassen: Weiterhin Überschuss in Milliardenhöhe

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Krankenkassen: Weiterhin Überschuss in Milliardenhöhe

PP 13, Ausgabe Januar 2014, Seite 4

Hillienhof, Arne

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Bequemes Finanzpolster: Die Krankenkassen haben keine Geldsorgen. Foto: picture alliance
Bequemes Finanzpolster: Die Krankenkassen haben keine Geldsorgen. Foto: picture alliance

Die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) in Deutschland verfügt weiter über ein finanzielles Polster. Die Finanzreserven der Krankenkassen und des Gesundheitsfonds summierten sich nach den ersten drei Quartalen dieses Jahres auf etwa 27,6 Milliarden Euro, teilte das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) in Berlin mit. Danach erwirtschafteten die Krankenkassen in den ersten neun Monaten einen Überschuss von ungefähr 1,47 Milliarden Euro.

Laut dem BMG nahmen die gesetzlichen Kassen in den ersten neun Monaten 2013 circa 146,5 Milliarden Euro ein. Die Ausgaben lagen bei etwa 145 Milliarden Euro.

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Der Gesundheitsfonds wies von Januar bis September 2013 ein Defizit von 2,46 Milliarden Euro aus, das aber im vierten Quartal durch das Weihnachtsgeld ausgeglichen werde. In der Gesamtbetrachtung der Finanzergebnisse von Krankenkassen und Gesundheitsfonds verzeichnete die GKV im ersten bis dritten Quartal ein Defizit von ungefähr 990 Millionen Euro.

Rechnerisch sind die Ausgaben der Krankenkassen für die ambulante ärztliche Behandlung um 10,7 Prozent gestiegen. Dies sei neben den jährlichen regionalen Honoraranpassungen der Abschaffung der Praxisgebühr geschuldet. Die Ausgabensteigerung führe allerdings nicht zu höheren Honoraren der Ärzte, sondern entlaste die Ärzte durch Wegfall bürokratischen Aufwands in den Praxen. „Da die Einnahmen aus der Praxisgebühr bisher mit der Gesamtvergütung verrechnet wurden, führt ihr Wegfall nun zu entsprechenden Mehrausgaben der Krankenkassen“, erläutert das BMG.

Insgesamt sind die Ausgaben je gesetzlich Versicherten im ersten bis dritten Quartal um 4,8 Prozent gestiegen. hil

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