ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2014Pädophile Neigungen: Prävention ist der beste Kinderschutz

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Pädophile Neigungen: Prävention ist der beste Kinderschutz

PP 13, Ausgabe Januar 2014, Seite 5

Bühring, Petra

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Unter www.kein-taeter-werden.de gibt es Informationen zu den Angeboten.
Unter www.kein-taeter-werden.de gibt es Informationen zu den Angeboten.

Das Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ für Menschen mit pädophilen Neigungen wird nun auch in Gießen angeboten. Die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg bietet seit Dezember Therapien mit verhaltenstherapeutischen und sexualmedizinischen Ansätzen mit der Möglichkeit einer medikamentösen Unterstützung an. „Vorbeugende Maßnahmen sind der beste Kinderschutz, dies gilt ganz besonders für potenzielle pädophile Täter“, sagt Barbara Schäfer-Wiegand von der Kinderschutzstiftung Hänsel und Gretel, die das Projekt zusammen mit der hessischen Landesregierung unterstützt.

Das Gießener Angebot ist das achte dieser Art in Deutschland, nachdem die Berliner Charité das Projekt Dunkelfeld 2005 initiiert hat. Neben Berlin und Gießen finden Menschen mit pädophilen Neigungen Hilfe in Kiel, Hamburg, Hannover, Leipzig, Regensburg und Stralsund. „Die sexualmedizinische Diagnostik erlaubt eine zuverlässige Beurteilung der sexuellen Neigung und deren Risikoeinschätzung. Die Behandlung wiederum ist geeignet, sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche zu verhindern“, berichtet Prof. Dr. med. Klaus Baier, Direktor des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité und Sprecher der Präventionsnetzwerkes. pb

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