ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2014Computer und Internet: 2,5 Prozent der Jugendlichen nutzen exzessiv

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Computer und Internet: 2,5 Prozent der Jugendlichen nutzen exzessiv

PP 13, Ausgabe Januar 2014, Seite 5

Hillienhof, Arne

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Internet und Computerspiele sind für Jugendliche aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das zeigt eine Befragung von 5 000 Personen in Deutschland im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). „In Schule und Beruf wird Medienkompetenz vorausgesetzt. Gleichzeitig ist mit der hohen Attraktivität von Internetangeboten und Computerspielen aber immer auch das Risiko einer exzessiven und problematischen Nutzung gegeben“, sagte Prof. Dr. med. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

Bei 2,5 Prozent der Zwölf- bis 25-Jährigen in Deutschland liegt eine solche exzessive Nutzung von Internet- und Computerspielangeboten vor. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es dabei nicht. Exzessive Nutzung heißt, dass die Betroffenen die Zeit, die sie im Internet verbringen, nicht mehr kontrollieren können oder dass es zu Angstzuständen oder Reizbarkeit kommt, wenn sie nicht online sein können.

Die weiteren Ergebnisse zeigen, dass 97,7 Prozent der Befragten in den letzten zwölf Monaten das Internet genutzt haben. Im Vordergrund stehen für beide Geschlechter Kommunikationsangebote wie E-Mails oder soziale Netzwerke, Informationsseiten wie Wikipedia, Google oder Nachrichten und Unterhaltungsangebote wie Musik- und Videodownloads. Knapp 54 Prozent geben an, online zu spielen und 76,4 Prozent spielen offline. Männliche Befragte nutzen Computerspiele rund dreimal so lange wie weibliche Befragte. „Damit Jugendliche erst gar kein suchtähnliches Verhalten entwickeln, ist es wichtig, sie früh zu erreichen und bei ihnen einen kritisch-verantwortungsvollen Gebrauch des Internets zu fördern“, sagte Pott. hil

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