ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2014Psychotherapie: Kassen setzen Patienten unter Druck

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Psychotherapie: Kassen setzen Patienten unter Druck

PP 13, Ausgabe Januar 2014, Seite 6

Bühring, Petra

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Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPTV) macht darauf aufmerksam, dass Krankenkassen Patienten, die sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden, immer öfter unter Druck setzen würden. Sie würden mit Anrufen und Befragungen massiv verunsichert, teilten Psychotherapeuten dem Berufsverband mit. Die Patienten würden von Sachbearbeitern der Kassen oder auch externen Dienstleistern dazu aufgefordert, über ihr Krankheitsbild Auskunft zu geben, wieder zur Arbeit zu gehen, sich in stationäre Behandlung zu begeben oder den Psychotherapeuten zu wechseln. Ziel ist offenbar die Einsparung von Kosten.

„Es ist unverantwortlich von den Kassen, in das Therapiegeschehen einzugreifen“, kritisiert die Bundesvorsitzende der DPTV, Barbara Lubisch. Psychische Erkrankungen seien oft langwierig, eine Psychotherapie ließe sich durch Druck nicht beschleunigen. Sie weist darauf hin, dass Patienten nicht verpflichtet seien, der Krankenkasse Auskünfte über die Erkrankung oder den Therapieverlauf zu geben. „Die Betroffenen sollten sich weigern“, sagt Lubisch. pb

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