ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2014Erläuterungen zu Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie, die am 19.06.2013 in Kraft getreten sind

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Erläuterungen zu Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie, die am 19.06.2013 in Kraft getreten sind

PP 13, Ausgabe Januar 2014, Seite 47

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Die Änderungen beinhalten die Verringerung der Mindestteilnehmerzahl in der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Gruppentherapie von Kindern und Jugendlichen. Zudem gibt es zukünftig die Möglichkeit, eine Verhaltenstherapie auch als alleinige Gruppentherapie – und nicht nur in Verbindung mit Einzeltherapie – zu beantragen und zu erbringen.

Reduzierung Teilnehmerzahl in der Gruppentherapie von Kindern und Jugendlichen

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Die Mindestteilnehmerzahl in der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Gruppentherapie von Kindern und Jugendlichen wird von sechs auf drei Teilnehmer reduziert. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss begründet den Beschluss damit, dass mit der Verringerung der Mindestteilnehmerzahl altersspezifischen Entwicklungsbedingungen und den besonderen therapeutischen Erfordernissen bei Diagnosen wie ADHS, Autismus oder Verhaltensstörungen Rechnung getragen werde.

Verhaltenstherapie auch als alleinige Gruppentherapie

Künftig kann eine Verhaltenstherapie auch als alleinige Gruppentherapie – und nicht nur in Verbindung mit Einzeltherapie – zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) erbracht werden. Damit ist es nun zulässig, abhängig von dem aktuellen Krankheitszustand der Gruppenmitglieder sowohl Gruppentherapie und Einzeltherapie zu verbinden, als auch Gruppentherapie ohne Einzeltherapie durchzuführen. Begründet wird die Änderung mit der konzeptionellen Weiterentwicklung der verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie.

Die Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie bezüglich der Gruppentherapie sind zum 19. Juni in Kraft getreten. Sie wurden im Bundesanzeiger vom 18. Juni 2013 bekannt gegeben. KBV

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