ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2014Einblicke: Maria Kraft, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

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Einblicke: Maria Kraft, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

PP 13, Ausgabe Januar 2014, U3

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Dr. med. Maria Kraft (64) hat rund 20 Jahre als Hausärztin gearbeitet, bevor sie den Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie erworben hat. Seit 1999 ist sie als tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapeutin in Köln niedergelassen. Außerdem beschäftigt sie sich als Autorin und Dozentin mit dem Thema Märchen in der Therapie.

Warum haben Sie sich schließlich für die Psychotherapie entschieden?

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Ich habe angefangen mit der Chirurgie, dann Allgemeinmedizin gemacht. Dabei bin ich immer mehr weggekommen vom somatischen Bereich zum seelischen. Mein Interesse galt auf verschiedenen Ebenen dem Inneren des Menschen.

Was mögen Sie am meisten an Ihrem Beruf?

Zu verstehen, warum Menschen in bestimmten Lebenssituationen so und nicht anders reagieren. Ich finde es auch spannend, Menschen in ihrem Umfeld zu sehen. Als Hausärztin habe ich gerne Hausbesuche gemacht. Das fehlt mir jetzt ein wenig. Aber manchmal besuche ich Patienten, die krank oder bettlägerig sind. Da kommen die Hausärztin und die Psychotherapeutin dann wieder zusammen.

Ihr Therapieraum ist voller Kunstwerke. Reagieren die Patienten darauf?

Dann sind sie schon sehr gesund, wenn sie etwas außerhalb von sich selbst wahrnehmen. Die meisten sind ganz mit sich und ihrem Leid beschäftigt. Manchmal fragt ein Patient nach Jahren, ob das Bild, das immer schon hing, neu ist. Dann fangen sie an, von sich selbst weg zu sehen und sich zu öffnen.

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