ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2014André und Eva Borsche: Einsatz für Kinder in Entwicklungsländern

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André und Eva Borsche: Einsatz für Kinder in Entwicklungsländern

Dtsch Arztebl 2014; 111(3): A-89 / B-79 / C-73

Hibbeler, Birgit

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André und Eva Borsche, Foto: privat
André und Eva Borsche, Foto: privat

Alles begann 1990. Der Plastische Chirurg Dr. med. André Borsche (58) war mit dem gemeinnützigen Verein „Interplast Germany“ bei einem Einsatz in West-Guinea. Er operierte Tag und Nacht: Verbrennungen, Fehlbildungen, Gesichtstumoren – in erster Linie bei Kindern. „Diese zwei Wochen waren für mich ein Schlüsselerlebnis“, sagt er.

Diesem Schlüsselerlebnis folgte ein langjähriges Engagement: Borsche war zwölf Jahre Vorsitzender von Interplast (www.interplast-germany.de) und gründete eine Sektion des Vereins in Bad Kreuznach. Er und seine Ehefrau Dr. med. Eva Borsche (58) opfern seit Jahren einen Großteil ihres Urlaubs für Einsätze – vorwiegend in ländlichen Regionen Indiens und Afrikas. Zuletzt waren sie in Ruanda, außerdem in Bolivien und Tschetschenien tätig. Für ihr Engagement erhielten sie nun den mit 3 000 Euro dotierten rheinland-pfälzischen Kinderschutzpreis. „Der Kinderschutzbund freut sich, mit dem Ehepaar Borsche Menschen auszeichnen zu können, die sich weit über das normale Maß hinaus für Kinder engagieren, die nicht in den Genuss von medizinischer Versorgung, wie wir sie gewöhnt sind, kommen“, so die Begründung.

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André Borsche ist Chefarzt der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie im Kreuznacher Diakonie-Krankenhaus, seine Frau ist Fachärztin für Allgemeinmedizin. Woher nehmen sie ihre Motivation? „Man wird so beschenkt durch die Dankbarkeit der Menschen“, sagt Borsche. Man sei nicht nur ein Gebender, sondern bekomme viel zurück. Birgit Hibbeler

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