ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2014Ärztemangel: KBV fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die Niederlassung

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Ärztemangel: KBV fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die Niederlassung

Dtsch Arztebl 2014; 111(3): A-54 / B-50 / C-46

Hillienhof, Arne

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Damit für junge Ärztinnen und Ärzte die Niederlassung attraktiv ist, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Foto: Fotolia/Monkey Business
Damit für junge Ärztinnen und Ärzte die Niederlassung attraktiv ist, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Foto: Fotolia/Monkey Business

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. med. Andreas Köhler, hat es begrüßt, dass sich der neue Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) zum Auftakt seiner Amtszeit zum Thema Ärztemangel auf dem Land geäußert hat. „Der drohende Ärztemangel steht auch bei der neuen Bundesregierung ganz oben auf der Themenagenda. Zudem erkennt sie – das spiegelt sich im Koalitionsvertrag wider – die wertvolle Arbeit der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten an. Das ist zu begrüßen und findet unsere volle Unterstützung“, erklärte Köhler in Berlin.

Er forderte die Politik auf, verlässliche Rahmenbedingungen für die Niederlassung zu schaffen. Zum Beispiel dürften Ärzte und Psychotherapeuten nicht einerseits für Wartezeiten auf einen Termin kritisiert und andererseits finanziell dafür bestraft werden, wenn sie zusätzliche Patienten annähmen. „Dies geschieht leider noch viel zu oft wegen des versorgungsfeindlichen Budgetdrucks, unter dem die ambulante Versorgung steht“, kritisierte der KBV-Chef.

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Köhler verwies darauf, dass die Versicherten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung mit der Terminsituation zufrieden seien. Das habe eine repräsentative Versichertenbefragung der KBV im vergangenen Jahr gezeigt. „Trotzdem gibt es aber in Einzelfällen durchaus Probleme bei den Wartezeiten, die gelöst werden müssen“, sagte er und kündigte an, die KBV werde „kurzfristig Lösungsvorschläge und Maßnahmen erarbeiten, die von Ärzten und Patienten gleichermaßen akzeptiert werden.“

Zugleich forderte der KBV-Vorstandsvorsitzende von den Krankenhäusern ein „sachgerechtes Entlassmanagement“. Dazu erklärte er: „Die niedergelassenen Kollegen brauchen alle notwendigen Informationen, damit sie Patienten, die aus dem Krankenhaus kommen, ohne Reibungsverluste weiterbehandeln können.“ hil

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