ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2014Charité: Zwei Säulen, 180 Vertriebene

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Charité: Zwei Säulen, 180 Vertriebene

Dtsch Arztebl 2014; 111(3): A-56 / B-52 / C-48

Jachertz, Norbert

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Mitten auf dem Charité-Campus in Berlin-Mitte stehen seit kurzem zwei jener Litfaßsäulen, mit denen die Stadt anlässlich des Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ an Mitbürger erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus vertriebenen und zu Tode gekommenen sind.

Auf einer der Säulen am Virchowweg 6 findet man einführende Informationen zu Vertreibung und Verfolgung sowie die Namen der bisher ermittelten 180 Vertriebenen, darunter auch von 19 Ermordeten oder durch Suizid zu Tode Gekommenen. Auf der zweiten Gedenksäule stehen sechs wechselnde exemplarische Biografien. Zunächst wurden so Selmar Aschheim, Rhoda Erdmann, Arthur Kronfeld, Rudolph Nissen, Otto Krayer, Arthur Nicolaier vorgestellt, seit Anfang des Jahres wird an Moritz Borchardt, Wilhelm S. Feldberg, Paul Fraenckel, Heinrich Finkelstein, Paul Lazarus und Elisabeth Wucke erinnert.

Die Texte stammen von dem Berliner Medizinhistoriker Dr. med. Udo Schagen, er hat auch die Bilder recherchiert. Die Biografien und weitere Informationen sind unter gedenkort.charite.de abrufbar. NJ

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