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Europäisches Parlament: Mindestdauer für Medizinstudium verkürzt

Medizin studieren, 1/2014: 37

Spielberg, Petra

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Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments (EP) haben Anfang Oktober 2013 der Neufassung der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie zugestimmt. Damit legalisieren die Volksvertreter eine Verkürzung der Mindeststudiendauer für das Fach Humanmedizin von sechs auf fünf Jahre bei gleichbleibenden Unterrichtsinhalten (dazu DÄ, Heft 27–28/2013). Die Neuregelung war sowohl beim Medizinischen Fakultätentag als auch beim Verband der Universitätsklinika auf Kritik gestoßen. Sie befürchten einen Qualitätsverlust der Medizinerausbildung.

Foto: Keystone
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Ein weiterer wichtiger Punkt der neuen Richtlinie betrifft die Zugangsvoraussetzungen für die Krankenpflegeausbildung. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, diese in allen 28 Mitgliedstaaten der Union auf zwölf Jahre allgemeinbildende Schulausbildung anzuheben. In Deutschland hätte dies de facto bedeutet, dass nur noch Abiturienten sich zu Krankenpflegekräften hätten ausbilden lassen können. Die vom EP verabschiedete und mit den Mitgliedstaaten bereits verhandelte Fassung der Richtlinie sieht nunmehr zwei gleichberechtigte Zugangswege zur Krankenpflegeausbildung vor: die zehnjährige allgemeinbildende Schulausbildung, die zum Besuch einer Krankenpflegeschule berechtigt, und die zwölfjährige allgemeinbildende Schulausbildung.

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Die Richtlinie regelt außerdem einen europäischen Frühwarnmechanismus für Ärzte, die in der EU ohne gültige Approbation tätig sind. Die Einführung elektronischer Berufsausweise für bestimmte Berufsgruppen, darunter die Ärzte, soll zudem die Verfahren zur Berufsanerkennung zwischen den EU-Ländern vereinfachen.

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