POLITIK

DDR-Gesundheitswesen: Blut für Devisen

Dtsch Arztebl 2014; 111(4): A-112 / B-96 / C-92

Erices, Rainer

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Foto: dpa, Fotolia [m]
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Durch den Verkauf von Blut flossen sehr viel mehr Devisen ins Land als für die Arzneimitteltests.

Das untergegangene DDR-Gesundheitswesen sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. Diesmal steht der Ost-West-Bluthandel im Zentrum der öffentlichen Berichterstattung (1). Das Thema ist nicht neu. Mitte der 1990er Jahre beschäftigte das Geschäft mit dem Blut sogar den Bundestag (2). Doch ähnlich wie bei den klinischen Prüfungen von westlichen Medikamenten kommen jetzt neue Details ans Licht. Offenbar wurden, so ergaben Forschungen in der Stasiunterlagenbehörde, Häftlinge gezwungen, ihr Blut für den Westen zu geben (3). HIV-verseuchte Chargen wurden über die Schweiz nach Deutschland geliefert (4).

Die überlieferten Akten des DDR-Gesundheitswesens sprechen eine klare Sprache. In den 1980er Jahren war die gesamte DDR-Wirtschaft verpflichtet, Produkte für den Westen zu produzieren; der Staat brauchte dringend Devisen, um handlungsfähig zu bleiben. Auch das Gesundheitswesen hatte seinen Anteil zu leisten. Vier Säulen der Devisenbeschaffung wurden vom Ministerium festgeschrieben: Export von Blutprodukten, klinische Prüfung von westlichen Medikamenten, Ausbildung von Medizinstudenten und Ärzten aus dem Ausland sowie Anbieten von medizinischen Betreuungsleistungen (5). Damit hatte die DDR zunächst mäßigen Erfolg. Nur wenige Kandidaten meldeten sich für eine Ausbildung in dem abgeschotteten Staat, auch für die eigens in Interhotels aufgebauten Therapieangebote – etwa für die umstrittene Sauerstoffmehrschritttherapie nach Ardenne – gab es kaum Patienten (6). Dagegen interessierten sich immer mehr internationale Pharmafirmen für die günstigen Bedingungen, die die DDR für die klinische Prüfung ihrer Medikamente bot. Das meiste Geld allerdings verdiente der Staat mit Blutexporten. Die Geschäfte liefen bis zur Wiedervereinigung (7).

Der Plan für den Bluthandel entstand Anfang der 1980er Jahre. Das Blutspendeaufkommen war seit den 1970er Jahren kontinuierlich gestiegen. Ab Januar 1983 sollten alle devisenträchtigen medizinischen Leistungen zentral organisiert werden (8). Mittler der Geschäfte zwischen dem eigens dafür beim Ge­sund­heits­mi­nis­terium gegründeten Zentralen Exportbüro und dem Westen war die Geheimabteilung Kommerzielle Koordinierung, kurz KoKo, des DDR-Außenhandels.

Knappes Gut in den Westen

Für den Handel mit Blut schlossen die diversen KoKo-Firmen Verträge mit Firmen in der Bundesrepublik, Österreich, Italien und der Schweiz. Die KoKo war bei den Devisengeschäften des Gesundheitswesens tonangebend. „Obwohl Plasma auch bei uns in nicht ausreichender Menge zur Verfügung stand, habe sich das Ministerium für Gesundheitswesen auf der Grundlage eines devisengünstigen Angebots entschlossen, Humanplasma in das NSW (Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet) zu exportieren“, schreibt die Staatssicherheit in einem Bericht Anfang 1984 (9).

Die verantwortlichen Bezirksärzte hatten ab diesem Zeitpunkt dafür zu sorgen, dass DDR-weit jährliche Kontingente an Blut zur Verfügung gestellt wurden. Beispielsweise musste der Bezirk Suhl 400 Liter Humanplasma für den Westexport liefern, dafür waren 600 Spender nötig (10). In Karl-Marx-Stadt wurden Studenten der Technischen Hochschule angeheuert. Sie wurden freigestellt und erhielten je 65 DDR-Mark (11). Die Blutspendeinstitute in den Bezirken profitierten durchaus von den Exporten: Die DDR importierte Ausrüstung, um die Institute auf einen zeitgemäßen Standard zu heben.

Einer der DDR-Handelspartner für Blut war der Schweizer Zwischenhändler Ortho-Diagnostic-System (ODS) (12). Den Stasiakten zufolge verkaufte ODS das DDR-Blut an das Bayerische Rote Kreuz, ohne dass dabei „der Partner aus der BRD Kenntnis über die Herkunft der Ware“ erhielt. Das Rote Kreuz meldete an das Bundesgesundheitsamt, dass eine Rückverfolgung der Spende bis zum Spender „unproblematisch möglich“ sei. Dem Spendedienst war bewusst, dass das importierte Blut noch nicht HIV-getestet war. Diese Untersuchung nahm das Rote Kreuz selbst vor (13). Im August 1985 fiel dabei eine Lieferung von 41 Konserven auf (14). Bei zwei Konserven bestätigten die Labortests eine HIV-Verunreinigung.

Die Lieferung wurde vollständig an den Schweizer Zwischenhändler zurückgesandt, der die Ware beim DDR-Vertragspartner, der KoKo-Firma transcommerz, monierte. Das Blut stammte aus fünf Transfusionsinstituten – Erfurt, Gera, Leipzig, Potsdam und Suhl. Die Staatssicherheit notierte in ihren internen Mitteilungen: „Sofortige nochmalige Untersuchungen der Spender sind nicht vorgesehen, um keine Unruhe zu schaffen.“ Dagegen wurden „operative Maßnahmen“ eingeleitet, gegen die Spender also geheim ermittelt (15).

HIV-Tests an Blutspenden waren damals kein Standard. Die nächsten Exportlieferungen sollten nach Willen des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums zunächst an das Blutspende-Institut in Ost-Berlin gesandt werden; denn diese Einrichtung war „durch Importe von Testbestecken aus dem NSW in der Lage, einfache Untersuchungen auf Antikörper von Aids durchzuführen“. Eigene HIV-Tests konnten zwar ab 1986 in Dresden hergestellt werden (16), für die Exportware Blut importierte die DDR die HIV-Tests aber weiterhin (17).

Zur gleichen Zeit organisierte eine weitere KoKo-Firma, die Berliner Import-Export GmbH, Geschäfte mit dem Ausland (18). 1988 nahm die DDR über den Verkauf von 35 000 Litern Blutplasma an die Diag Human AG knapp 3,4 Millionen DM ein. Die Schweizer Handelsfirma verkaufte das Plasma an verschiedene Fraktionierer weiter. Gleichzeitig lieferte sie nötige Ausrüstungen, beispielsweise Plastikbeutel, in die DDR. 44 000 Liter Fresh Frozen Plasma lieferte die DDR an das bayerische Unternehmen Humedia (19), das entsprach einem Wert von mehr als 4,8 Millionen DM. Einen Großteil des Plasmas ließ Humedia über Drittfirmen zu Humanalbumin verarbeiten, welches die DDR reimportierte. Das Gesundheitswesen deckte seinen Bedarf an Albumin vollständig über diesen Kreislauf des im eigenen Land gespendeten Blutes. Humedia lieferte auch Verbrauchsmaterialien und Ausrüstung (20).

Geschäft lief bis zur Wende

Außerdem gelang es der DDR, mit der Stadt Karlsruhe einen Liefervertrag für Erythrozytenkonzentrate abzuschließen. 1988 wurden 17 500 Einheiten an das Städtische Klinikum geliefert. Ein gutes Geschäft für die DDR, für das Folgejahr waren bereits 25 000 Einheiten geplant. Laut Akteneintrag sollte der Handel mit Erythrozyten zur Leipziger Herbstmesse 1988 deutlich ausgeweitet werden, am besten mit Kooperationspartnern außerhalb der Bundesrepublik (21).

Im Jahr 1989 steigerte die DDR den Umsatz im Rahmen des „außerplanmäßigen Exports“ (22). Insgesamt 115 000 Liter Blutplasma und 50 000 Einheiten Erythrozytenkonzentrat sollten in den Westen gehen, zusätzlich noch HLA-Seren. Bei einem damaligen Plasmaliterpreis von 100 DM und 50 DM je Einheit Erythrozyten erhoffte sich die DDR einen Jahreserlös von 14,1 Millionen DM. Im Vergleich dazu mutet ein Umsatz von etwa vier Millionen DM für andere Devisengeschäfte des Gesundheitswesens gering an.

Die Kooperation für den Handel mit Blutprodukten bestand bis Ende 1990 (23). Im letzten Jahr seines Bestehens hatte der Staat noch einmal mehr als zwölf Millionen Valutamark eingenommen (24). Ein wesentlicher Teil diente Reimporten. Bis zu ihrem Ende kaufte die DDR technische Ausrüstung, Blutbeutel, Hepatitis-, HIV- und CMV-Testbestecke im Westen für Millionenbeträge ein. Hochrechnungen in den Unterlagen des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums zeigen, dass die Hälfte der Gewinne aus dem Bluthandel der KoKo zufloss. Damit die Devisenquellen nicht versiegten, stellte der unter Stasiaufsicht stehende Geheimbereich dem Gesundheitswesen eine jährliche sechsstellige Summe an Prämiengeldern zur Verfügung, freilich in DDR-Mark. Das bedeutete für einen Liter Plasma 75 und für einen Beutel Erythrozyten 50 DDR-Pfennige.

Wie üblich, wurde die DDR-Bevölkerung über die Blutexporte nicht informiert, die Verantwortlichen befürchteten „Unverständnis“ (25). Geheimhalten ließ sich der Handel jedoch nicht. Den Stasiakten zufolge kursierten entsprechende Gerüchte, was teilweise zu einem „Einbrechen der Spendenbereitschaft“ führte (26). Auch fielen offenbar die Aufkleber des westlichen Roten Kreuzes an den Blutbeuteln auf, die nicht immer verdeckt waren (27). Skeptischen Spendern wurde erklärt, dass ihr Blut für den Einkauf von West-Medikamenten diene. Um derartigen Problemen zu entgehen, nutzte die DDR die „freiwillige“ Spendenbereitschaft im Strafvollzug.

Gefangene zur Ader gelassen

Jüngste Forschungen belegen, dass in den Gefängnissen Gräfentonna und Waldheim 1984 Dutzende Gefangene unbezahlt Blut spendeten (28). Die Spenderfragebögen wurden vom Personal ausgefüllt, die Frage nach einer möglichen Aids-Infektion grundsätzlich verneint (29). Als die DDR 1988 versuchte, die Spendebereitschaft durch Prämien „in Abstimmung mit den Bezirksärzten zu stimulieren“, befürchtete die Staatssicherheit „negative Reaktionen“ in der Bevölkerung, besonders bei Ärzten, bei Bekanntwerden des Vorhabens (30).

Die Akten enthalten auch einen Briefwechsel der DDR mit dem Blutspendezentrum Duisburg (31). Darin wird dem westdeutschen Vertragspartner, der seit April 1989 wöchentlich 250 Erythrozytenkonzentrate erhielt, versichert, dass die Versorgung der DDR mit Blutkonserven „absolute Priorität“ habe. Das nach Duisburg gelieferte Blut würde aus einer Überproduktion stammen. Sämtliche Spenden würden in der DDR „strengen Gesundheitskontrollen unterliegen“.

Der Ost-West-Bluthandel wurde nach Ende der DDR immer wieder in den Medien thematisiert. Staatsanwaltschaften prüften auf die strafrechtliche Relevanz des Handels (32). Die neuerlichen Schlagzeilen verdeutlichen, dass es noch viele offene Fragen in Bezug auf das DDR-Gesundheitssystem gibt. Sie zeigen auch das allgemeine Interesse an einer weitergehenden Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte.

Dr. med. Rainer Erices

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin,

Universität Erlangen-Nürnberg

@ Quellen und Literatur im Internet: www.aerzteblatt.de/lit0414

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1.
ARD: Report Mainz – Blut gegen Devisen. Sendung vom 14. Januar 2014. www.swr.de/report/presse/ddr-blutspenden/-/id=1197424/nid=1197424/did=12691134/elevbe/index.html (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014); MDR. www.mdr.de/nachrichten/ddr_blutexport_hiv_thueringen100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014).
2.
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Knoche und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Drucksache 13/4062. dipbt.bundestag.de/dip21/btd/13/043/1304322.asc (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014).
3.
Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
4.
BStU, MfS, Sekretariat Mittig, Nr. 156, Teil I: 214–5.
5.
Erices R: „Ein kaum zu lösendes Problem“ – Das DDR-Gesundheitswesen in den Bezirksarzt-Akten der Staatssicherheit. Gerbergasse 18. Thüringer Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte und Politik, 2013; 1: 26–33.
6.
BV NB AIM 505/88, Teil 2, Band I: 117–8.
7.
BArch, DQ 108/1.
8.
ebd.
9.
BStU, MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX, Nr. 2325: 242–3.
10.
BStU, MfS, BV Suhl, AIM 1380/90 „Alfred Pasch“, Teil II, Band 1: 85.
11.
BStU, MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX, Nr. 2325: 242–4.
12.
BStU, MfS, Sekretariat Mittig, Nr. 156, Teil I: 214–5.
13.
Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
14.
BStU, MfS, Sekretariat Mittig, Nr. 156, Teil I: 214–5.
15.
ebd.
16.
BStU, MfS, BV Berlin, Abt. XX, Nr. 3563: 72–3.
17.
BArch, 108/1.
18.
ebd.
19.
BArch, DQ 108/4.
20.
BArch, DQ 108/1.
21.
ebd.
22.
ebd.
23.
BArch, DQ 108/2.
24.
BArch, DQ 108/1.
25.
BStU, MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX, Nr. 2325: 244.
26.
BStU, MfS, BV Erfurt, Abt. XX, Nr. 615: 16–25; zitiert nach Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
27.
vgl. Aussage Zeitzeuge Rudolf Uhlig, ehem. BIBT Erfurt, im MDR, Thüringen-Journal, Sendung vom 15. Januar 2014.
28.
Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
29.
BStU, MfS, BV Erfurt, Abt. XX, Nr. 668: 2; zitiert nach Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
30.
BStU, MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX, Nr. 2325: 242 f.
31.
BArch DQ 108/1.
32.
vgl. Krach W, Mascolo G: Ein einziger Sumpf. Spiegel 1999; 28. www.spiegel.de/spiegel/print/d-13950149.html (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014); Förster A: Für Devisen geblutet. Mitteldeutsche Zeitung vom 14. Mai 2013. www.mz-web.de/politik/ddr-fuer-devisen-geblutet,20642162,22771254.html (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014).
1.ARD: Report Mainz – Blut gegen Devisen. Sendung vom 14. Januar 2014. www.swr.de/report/presse/ddr-blutspenden/-/id=1197424/nid=1197424/did=12691134/elevbe/index.html (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014); MDR. www.mdr.de/nachrichten/ddr_blutexport_hiv_thueringen100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014).
2.Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Knoche und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Drucksache 13/4062. dipbt.bundestag.de/dip21/btd/13/043/1304322.asc (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014).
3.Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
4.BStU, MfS, Sekretariat Mittig, Nr. 156, Teil I: 214–5.
5.Erices R: „Ein kaum zu lösendes Problem“ – Das DDR-Gesundheitswesen in den Bezirksarzt-Akten der Staatssicherheit. Gerbergasse 18. Thüringer Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte und Politik, 2013; 1: 26–33.
6.BV NB AIM 505/88, Teil 2, Band I: 117–8.
7. BArch, DQ 108/1.
8. ebd.
9. BStU, MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX, Nr. 2325: 242–3.
10.BStU, MfS, BV Suhl, AIM 1380/90 „Alfred Pasch“, Teil II, Band 1: 85.
11.BStU, MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX, Nr. 2325: 242–4.
12.BStU, MfS, Sekretariat Mittig, Nr. 156, Teil I: 214–5.
13.Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
14.BStU, MfS, Sekretariat Mittig, Nr. 156, Teil I: 214–5.
15.ebd.
16.BStU, MfS, BV Berlin, Abt. XX, Nr. 3563: 72–3.
17.BArch, 108/1.
18.ebd.
19.BArch, DQ 108/4.
20.BArch, DQ 108/1.
21.ebd.
22. ebd.
23. BArch, DQ 108/2.
24.BArch, DQ 108/1.
25.BStU, MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX, Nr. 2325: 244.
26.BStU, MfS, BV Erfurt, Abt. XX, Nr. 615: 16–25; zitiert nach Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
27.vgl. Aussage Zeitzeuge Rudolf Uhlig, ehem. BIBT Erfurt, im MDR, Thüringen-Journal, Sendung vom 15. Januar 2014.
28.Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
29.BStU, MfS, BV Erfurt, Abt. XX, Nr. 668: 2; zitiert nach Wunschik T: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014.
30.BStU, MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX, Nr. 2325: 242 f.
31.BArch DQ 108/1.
32.vgl. Krach W, Mascolo G: Ein einziger Sumpf. Spiegel 1999; 28. www.spiegel.de/spiegel/print/d-13950149.html (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014); Förster A: Für Devisen geblutet. Mitteldeutsche Zeitung vom 14. Mai 2013. www.mz-web.de/politik/ddr-fuer-devisen-geblutet,20642162,22771254.html (zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014).

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STASIFOLTEROPFER
am Dienstag, 28. Januar 2014, 14:25

Warum lässt auch das Ärzteblatt den Zeitzeugen zerfetzen, entwürdugen,unglaubwürdig machen durch BILD !??

http://adamlauks.wordpress.com/2014/01/17/bild-zeitung-verunglimpft-meinen-zeitzeugen/
Das der Blutraub 1983 gegen den Willen der Strafgefangenen durchgeführt eine Körperverletzung darstellte ist die Erklärung warum die Staatsanwaltschaften nicht ermittelt haben - um die Täter zu schützen. Nach 2000 gilt das DDR-Unrecht als aufgearbeitet. Nicht nur das diese Körperverletzungen verjährt sind - nach 30 Jahren sind auch zivilrechtliche Ansprüche der Opfer verjährt. Die Dutchführung konnte nur auf Weisung/Befehl der IME ÄRZTE realisiert werden. Verantwortlich dafür kann nur sein der Leiter der damaligen MED-Dienste des MdI - Verwaltung Strafvollzug der DDR - aus dem Bereich des Generalmajor Lustik. Gegen Ende der DDR war das der MUD OSL Peter Janata - IME PIT. Problem bei der Aufarbeitung ist eigentlich die täterschütrzende Gauck Behörde. Bis heute hat kein Augenscheinobjelkt das als Beweise im Ermittlungs/Gerichtsverfahren verwendet werden könnte, die Gauck Behörde im Original verlassen, wenn es sich um mittlere und schwere Straftaten und Verbrechen der STAZIS handelte. Und eine systematische Forschung mit dem Thema : Einfluss des MfS auf die Ärzteschaft der DDR -oder IME ÄRZTE im Einsatz für MfS bei Operativen Vorgängen der Zersetzung ist Taboo. Wollen die Ärztekammer oder das Ärzteblatt bei dieser Forschung mitmachen? falls es mit der Aufarbeitung der Aufarbeitung begonnen wird !?
bach
am Dienstag, 21. Januar 2014, 13:31

Das DRK (Ost)-Berlin berichtete etwa 1985/1986

bei einer Informationsveranstaltung für Ärzte im Deutschen Museum für Geschichte Unter den Linden in Berlin von den teuren importierten Aids-Labor-Tests bei Blutspenden, die für den Export bestimmt sind ("Wir wollen uns doch dort nicht blamieren"). Die innerhalb der DDR zur Verfügung stehenden Blutkonserven blieben weiterhin ungetestet mit dem Hinweis: "Diese Tests können wir uns nicht leisten".

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