ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2014Wartezeiten: Abhilfe durch A- und B-Überweisung

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Wartezeiten: Abhilfe durch A- und B-Überweisung

Dtsch Arztebl 2014; 111(4): A-102

Rieser, Sabine

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Ohne langes Warten zum Facharzt: Mecklenburg-Vorpommern hat bereits ein Modell entwickelt. Foto: Fotolia/Robert Kneschke
Ohne langes Warten zum Facharzt: Mecklenburg-Vorpommern hat bereits ein Modell entwickelt. Foto: Fotolia/Robert Kneschke

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Mecklenburg-Vorpommern hat in der Diskussion um ein besseres Management von Wartezeiten in Arztpraxen auf ihr Modell der
A- und B-Überweisungen hingewiesen. Es dient dazu, Patienten in bestimmten Fällen sehr rasch aus der hausärztlichen in die fachärztliche Behandlung weiterzuleiten. Basis des Modells sind Verträge der KV mit der AOK Nordost, der Techniker-Krankenkasse sowie den Betriebskrankenkassen. Sie garantieren Ärzten, die entsprechend verfahren, ein zusätzliches Honorar.

Das Prinzip sei einfach, betont die KV: Patienten mit hochakuten Erkrankungen erhalten eine A-Überweisung und werden spätestens am nächsten Werktag vom Facharzt übernommen. Versorgungsanlässe sind unter anderem ein hochakutes Krankheitsbild, drohender Dauerschaden oder die Vermeidung einer Krankenhauseinweisung. Patienten mit weniger dringlichen Problemen erhalten eine B-Überweisung und müssen innerhalb einer Woche bei einem Facharzt versorgt werden. Als Anlässe für diese Überweisung sind eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei laufender Therapie oder eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit aufgeführt.

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Durch die gesteuerte Überweisung könne man „zwischen der gefühlten Dringlichkeit einer Behandlung vom Patienten und der tatsächlichen medizinischen Dringlichkeit“ unterscheiden, betont die KV. Für Patienten der Kategorie A erhalten überweisende Hausärzte acht Euro, übernehmende Ärzte zehn Euro. In der Kategorie B sind es fünf beziehungsweise sechs Euro. Das Modell „hat sich in den letzten Jahren bestens bewährt, sowohl die niedergelassenen Ärzte und ihre Patienten als auch die teilnehmenden Krankenkassen zeigen sich sehr zufrieden“, sagt Dr. med. Wolfgang Eckert, Vorstandsvorsitzender der KV. Rie

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