ArchivDeutsches Ärzteblatt20/1996Bundesverband fordert Ausnahmeregelung für Kinderkardiologen

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Bundesverband fordert Ausnahmeregelung für Kinderkardiologen

Maus, Josef

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LNSLNS aachen. Der Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. sorgt sich um die Zukunft der ambulanten fachärztlichen Betreuung der rund 80 000 herzkranken Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Da sich der größte Teil der niedergelassenen Kinderkardiologen für die Teilnahme an der hausärztlichen Versorgung entschieden habe und damit spezialärztliche Leistungen nur noch in einer Übergangszeit bis zum Jahr 2002 erbringen dürfe, müsse mittelfristig eine Verschlechterung der Versorgung befürchtet werden.
Bereits Ende vergangenen Jahres hatte der Bundesverband beim Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium eine Ausnahmeregelung für Kinderkardiologen gefordert. Sie sollten wegen der besonderen Versorgungssituation auch bei einer Entscheidung zugunsten der hausärztlichen Versorgung weiterhin kardiologische Leistungen abrechnen dürfen. Das Ministerium lehnte dies – nach Darstellung des Bundesverbandes – mit der Begründung ab, daß eine solche Ausnahmeregelung präjudizierende Wirkung auf andere Arztgruppen, beispielsweise auf kardiologische Internisten, haben würde.
Diese Argumentation hält die Interessenvertretung der herzkranken Kinder und Jugendlichen für realitätsfern. Eine allgemeine kardiologische Praxis ließe sich aufgrund der höheren Patientenzahlen im Gegensatz zu Praxen von reinen Kinderkardiologen sehr wohl wirtschaftlich führen. JM
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