ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2014Arzneimitteltests: Novartis unterstützt das zentrale Forschungsprojekt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

In dem Beitrag erweckt der Autor, Herr Dr. Erices, den Eindruck, Novartis kooperiere in der Aufarbeitung um die Historie klinischer Studien in der ehemaligen DDR nicht ausreichend, weil das Unternehmen sein Archiv nicht für die Jenaer Levoprotilin-Studie öffnen wolle. Diese Studie war seinerzeit vom Vorgängerunternehmen Ciba-Geigy initiiert worden.

Das Gegenteil ist der Fall. Aufgrund der hohen ethischen Ansprüche unseres Unternehmens hat sich Novartis bereits lange vor der Anfrage von Herrn Dr. Erices entschlossen, sich an einer umfassenden unabhängigen wissenschaftlichen Aufarbeitung zu beteiligen. Dies geschieht seit Mitte Juni 2013 in einem zentralen wissenschaftlichen Forschungsprojekt des Bundesministeriums des Innern (BMI) mit dem Medizinhistorischen Institut der Berliner Charité. Zentraler Ansprechpartner bei der Durchführung des Forschungsvorhabens ist für die forschenden Pharmaunternehmen bekanntlich der vfa (Verband forschender Arzneimittelhersteller).

Wir bei Novartis durchforsten seit Monaten die Archive und arbeiten mit hohem Aufwand beispielsweise nicht elektronisch erfasste konventionelle alte Akten auf. Diese umfassen mehrere 1 000 Ordner. Es ist legitim und verständlich, dass Kliniken, Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie einzelne Wissenschaftler ein Interesse daran haben, jeweils eigenständige, teils von sehr individuellen Fragestellungen getriebene spezifische Nachforschung zu betreiben. So wichtig dies im konkreten Einzelfall sein mag, hat sich Novartis nach intensiver Prüfung entschieden, seinen gesamten Einsatz in dem groß angelegten zentralen Projekt unter der Federführung der Charité zu bündeln. Damit lässt sich die Aufarbeitung am besten und effizientesten unterstützen. So ist auch sichergestellt, dass vor der Weitergabe einer Fülle sensibler Daten und Fakten die erforderlichen rechtlichen Anforderungen – insbesondere die Rechte einzelner Patienten – geprüft werden. Herrn Dr. Erices wurde wie anderen Wissenschaftlern empfohlen, Projekte und deren Fragestellungen gegebenenfalls über das zentrale Forschungsprojekt an der Charité einzubringen . . .

Anzeige

Dr. Reinhard Graser,
Herlinde Schneider,
Novartis Pharma GmbH, 90327 Nürnberg

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige