ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2014Hausarztverträge: Weigeldt – Gesetzesänderung eilt

AKTUELL

Hausarztverträge: Weigeldt – Gesetzesänderung eilt

Dtsch Arztebl 2014; 111(5): A-152 / B-132 / C-128

Rieser, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Der Deutsche Hausärzteverband (HÄV) dringt darauf, die enge Wirtschaftlichkeitsverpflichtung für Hausarztverträge nach Paragraf 73 b Sozialgesetzbuch V rasch aufzuheben, so wie im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehen. „Wir werden sehr massiv einfordern, dass das jetzt gemacht wird“, sagte der HÄV-Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt. Die Aufhebung muss nach seinen Worten bis zum Frühsommer vorgenommen sein. Sonst würden auch ältere Verträge unter den engen Wirtschaftlichkeitsvorbehalt fallen.

Die Patientenversorgung im Rahmen von Hausarztverträgen würde ohne Gesetzesänderung künftig unter einem Wirtschaftlichkeitsvorbehalt stehen. Foto: mauritius images
Die Patientenversorgung im Rahmen von Hausarztverträgen würde ohne Gesetzesänderung künftig unter einem Wirtschaftlichkeitsvorbehalt stehen. Foto: mauritius images

In Paragraf 73 b ist der 30. Juni 2014 als Stichtag festgehalten. Danach dürfen Ärzte, die an der hausarztzentrierten Versorgung teilnehmen, grundsätzlich entweder nicht mehr Honorar erhalten als im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung, oder der Mehrverdienst muss durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Diese Vorgabe gilt bereits für Verträge, die seit Ende 2010 geschlossen wurden. Vom 1. Juli 2014 an würde sie auch für Verträge gelten, die vor dem Herbst 2010 zustande gekommen sind und zwischenzeitlich verlängert wurden, beispielsweise der Hausarztvertrag der AOK Baden-Württemberg.

Anzeige

Der Koalitionsvertrag sieht aber vor, die Vergütungsbeschränkungen aufzuheben. Dass die Bundesregierung die vereinbarten Verbesserungen für Hausärztinnen und Hausärzte zügig umsetzen will, hatte die parlamentarische Staatssekretärin im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Annette Widmann-Mauz (CDU), vor kurzem beim Neujahrsempfang des HÄV bekräftigt. Sie versprach, dass die Koalition Hindernisse zügig abbauen und damit Perspektiven auch für den hausärztlichen Nachwuchs schaffen wolle. Rie

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema