ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2014Ernst Rebentisch †: Lebensthema Katastrophenschutz

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Ernst Rebentisch †: Lebensthema Katastrophenschutz

Dtsch Arztebl 2014; 111(5): A-181 / B-159 / C-153

Jachertz, Norbert

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Ernst Rebentisch, Foto: privat
Ernst Rebentisch, Foto: privat

Im hohen Alter von fast 94 Jahren verstarb am 3. Dezember 2013 in Kronberg (Taunus) Generaloberstabsarzt Professor Dr. med. Ernst Rebentisch, der frühere Sanitätsinspekteur der Bundeswehr. Rebentisch begriff die Bundeswehr als integralen Teil der Gesellschaft und die Sanitätsoffiziere als Teil der Gesamtärzteschaft. Demgemäß förderte er die Zusammenarbeit militärischer und ziviler Einrichtungen und pflegte die Verbindungen zur Bundes­ärzte­kammer.

Ernst Rebentisch wurde am 31. Januar 1920 in Offenbach geboren. Im Krieg kommandierte er unter anderem eine Panzerabteilung. Nach dem Krieg studierte er Medizin und wurde Chirurg. 1959 trat er in die Bundeswehr ein und machte schnell Karriere, zunächst bei der NATO, ab 1969 als Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München; in dieser Zeit leitete er auch den Sanitätseinsatz bei den Olympischen Spielen 1972. Ein Jahr darauf wurde er stellvertretender und 1976 schließlich Inspekteur des Sanitäts- und Gesundheitswesens der Bundeswehr.

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Als Rebentisch 1980 dort ausschied, wandte er sich verstärkt seinem Lebensthema, der Katastrophenmedizin zu. Er gehörte zu den Mitgründern der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin und verfasste ein einschlägiges Standardwerk Auch setzte er sich offensiv mit Kritikern aus der um 1980 sehr starken ärztlichen Friedensbewegung auseinander.

Ernst Rebentisch wurde vielfach geehrt und ausgezeichnet. 1975 wurde er Honorarprofessor an der Technischen Universität München, 1980 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz. Die Ärzteschaft verlieh ihm 2009 die Paracelsus-Medaille. Norbert Jachertz

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