ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2014Patientenorientierung: Mehr Schaden als Nutzen
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Ein wirklich wichtiger Beitrag im DÄ von übergeordneter Bedeutung. In der Gesamtschau wird sehr klar dargestellt: Wir haben hervorragende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten in unserem Gesundheitswesen. Die Organisation der Abläufe führt aber dazu, dass inzwischen möglicherweise mehr geschadet wird als genutzt. Die Sinnlosigkeit und Schädlichkeit einer unstrukturierten Zuviel-Medizin kann man im ärztlichen Alltag deutlich spüren. Für Patienten ist das weniger durchschaubar, denn es wird ja „alles getan“. Aber das Leiden vermehrt sich an Stellen, an denen es vermeidbar gewesen wäre durch ein intelligentes und gut abwägendes Weglassen von Dingen, die man hätte tun können. Eine einzige Ergänzung zum Beitrag von Kühlein habe ich. Es ist nicht allein die Art der Definition von Krankheit und Gesundheit, die diese Fehlentwicklung antreibt. Der Antreiber im Hintergrund ist die ökonomische Orientierung des Gesundheitswesens. Es steht eine wichtige demokratische, gesellschaftliche Entscheidung an. Soll das Gesundheitswesen primär der Ökonomie dienen oder in erster Linie den Patienten?

Wilfried Deiß, 57074 Siegen

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