ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2014Randnotiz: Erst skeptisch, nun zufrieden

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Randnotiz: Erst skeptisch, nun zufrieden

Dtsch Arztebl 2014; 111(5): A-151 / B-131 / C-127

Rieser, Sabine

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Die Reform des ambulanten ärztlichen Bereitschaftsdienstes hat in den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zu heftigen Diskussionen geführt. Notdienstbezirke wurden zusammengelegt, Fahrdienste eingerichtet, die Bezahlung verändert – die Veränderungen waren und sind enorm. Es gab häufig Kritik, nicht alle sind zufrieden.

Dabei geht schon mal unter, welche Verbesserungen die Reformen gerade für Ärzte in dünn besiedelten Regionen bedeuten, wie gut sich viele auf die neuen Regeln eingestellt haben – und dass es auf positive Art mancherorts anders kam als befürchtet. Das geht aus einigen Stellungnahmen von Kreisstellensprechern im Bereich der KV Sachsen-Anhalt hervor, die deren Zeitschrift „Pro“ kürzlich veröffentlichte. Dort werden Ärzte im Bereitschaftsdienst von Fahrdiensten mit einem Rettungssanitäter unterstützt.

„Ich war der Meinung, wir Ärzte könnten doch wohl einen Notdienst auch alleine organisieren“, so Dipl.-Med. Elke Lampka. Sie wurde „überzeugt, dass es ohne die Zusammenarbeit und die Zuarbeit der KV nicht geht“, auch, weil nie alle unter einen Hut zu bekommen sind. „Die Zahl der Dienste hat sich reduziert, besonders deutlich für die Kollegen aus dem ländlichen Raum“, schreibt Dr. med. Petra Dietzel. „Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht immer allein unterwegs ist.“

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„Nichts von den Befürchtungen hat sich bestätigt“, findet Dipl.-Med. Klaus-Ronald Wendt: „Stabile Einkommen im Fahrdienst, erhöhte Sicherheit für den Arzt, Steigerung der Patientenzufriedenheit, mehr Zeit für Familie und Hobbys.“

Gut gemacht? Offenbar. Aber das sagt man sich unter Kollegen ja zu selten.

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