ArchivDeutsches Ärzteblatt20/1996politik nachrichten Ausland: Ausschuß fordert freien Handel mit Plasmaderivaten

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politik nachrichten Ausland: Ausschuß fordert freien Handel mit Plasmaderivaten

Gräf

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LNSLNS BRÜSSEL. Der Gesundheitsausschuß des Europäischen Parlaments hat seine Beratungen zur Mitteilung der Europäischen Kommission über die Sicherheit von Blut und die Selbstversorgung mit Blut in der Europäischen Union beendet. Darauf hat das Brüsseler Büro der deutschen Ärzteschaft hingewiesen. Dem Parlament wurde ein Bericht zur Beratung zugestellt. Der Ausschuß weist in seinem Entschließungsantrag auf das Ziel der Selbstversorgung hin. Er fordert deshalb, Rechts- und Verwaltungsvorschriften abzuschaffen, die dem freien Handel mit Plasmaderivaten in der Europäischen Union entgegenstehen. Die Mitgliedstaaten sollten die notwendigen Maßnahmen treffen, um das Ziel der Selbstversorgung durch freiwillige, unentgeltliche Spenden zu erreichen.
Um die größtmögliche Sicherheit bei der Bereitstellung und Verwendung von Blut und Blutderivaten zu gewährleisten, fordert der Ausschuß gemeinsame Regeln auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten. Sie sollen sich unter anderem auf folgendes erstrecken:
! Auswahl der Spender,
! Prüfung von wichtigen körperlichen Parametern,
! psychologische Vorbereitung des Spenders (Freiwilligkeit/Motivation),
! Vergleich mit den Blutparametern der vorherigen Spende,
! Ausarbeitung einheitlicher Tests zur Untersuchung der übertragbaren Viralinfektionen und zur Identifizierung von Bakterien und Parasiten,
! rationelle Verwendung von Blut, Plasma und seinen Derivaten. Gräf
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