ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2014Herzbericht 2013: Sterblichkeit ist regional sehr unterschiedlich

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Herzbericht 2013: Sterblichkeit ist regional sehr unterschiedlich

Dtsch Arztebl 2014; 111(6): A-194 / B-168 / C-164

Richter-Kuhlmann, Eva

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Zwar ist die Sterblichkeit an akutem Herzinfarkt und koronarer Herzkrankheit in Deutschland weiterhin rückläufig. Es gibt aber deutliche regionale Unterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt der 25. Deutsche Herzbericht 2013, den die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit den Fachgesellschaften für Kardiologie, Herzchirurgie und Kinderkardiologie am 29. Januar in Berlin vorstellte.

Herz im Fokus: Jedes Jahr analysiert der Herzbericht die kardiologische und herzchirurgische Versorgung in Krankenhäusern und Arztpraxen. Foto: Fotolia/psdesign1
Herz im Fokus: Jedes Jahr analysiert der Herzbericht die kardiologische und herzchirurgische Versorgung in Krankenhäusern und Arztpraxen. Foto: Fotolia/psdesign1

Danach kamen 2011 auf 100 000 Einwohner 63,7 Herzinfarkt-Tote. Im Jahr zuvor waren es 67,9. Seit 1980 ist damit die Zahl der Sterbefälle aufgrund eines akuten Herzinfarkts von 92 800 auf 52 100 im Jahr 2011 gesunken. „Verbesserungen in der Vorbeugung, Diagnostik und Therapie haben wahrscheinlich zum Rückgang der Infarktsterblichkeit geführt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Prof. Dr. med. Thomas Meinertz. Allerdings gebe es Defizite in den Versorgungsstrukturen einzelner Regionen und eine regional unterschiedlich hohe Sterblichkeit.

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Überdurchschnittlich hoch ist die Herzinfarkt-Sterblichkeit dem Herzbericht zufolge vor allem in Ostdeutschland. Dasselbe gelte für die Sterblichkeit bei koronarer Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche und Klappenerkrankung. Als mögliche Ursachen beschreibt der Bericht regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung, eine geringere Arztdichte, ein geringeres Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung sowie einen niedrigeren sozioökonomischen Status.

Weiter gestiegen ist dem Herzbericht zufolge die Zahl der Herzkatheter-Interventionen an Koronararterien, Herzklappen und Reizleitungssystem in Deutschland (siehe „Boom der Transkathetereingriffe“ in diesem Heft). Bei den diagnostischen Koronarangiographien scheint das Wachstum gestoppt. ER

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