ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2014Roland Hetzer: Ein „Urgestein“ der Herzchirurgie

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Roland Hetzer: Ein „Urgestein“ der Herzchirurgie

Dtsch Arztebl 2014; 111(6): A-225 / B-195 / C-189

Zylka-Menhorn, Vera

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Roland Hetzer, Foto: picture alliance
Roland Hetzer, Foto: picture alliance

Beruf, Berufung, Leidenschaft und mit 70 Jahren noch immer ein oder zwei Operationen am Tag durchführen (früher waren es vier). So lässt sich in Kurzform das bewegte Leben von Prof. Dr. med. Roland Hetzer beschreiben, der in 27 Jahren mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin ein Haus gebaut hat, dessen Bekanntheit weit über Stadt und Land hinausgeht.

Das Zentrum für Herz-, Lungen- und Gefäßerkrankungen gilt als eines der besten weltweit und weist eine beachtliche Statistik auf: 1 989 Transplantationen, 2 211 Kunstherz-Implantationen, dazu jährlich 2 500 Operationen am offenen Herzen sowie 2 000 weitere Eingriffe. Auch Prominente, wie der frühere russische Präsident Boris Jelzin, ließen sich dort erfolgreich behandeln.

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Der gute Ruf ist zu großen Teilen das Verdienst seines langjährigen Ärztlichen Direktors Roland Hetzer. 1944 im Sudetenland geboren und in Augsburg aufgewachsen, errang er seinen ersten großen Erfolg 1983 in Hannover. Dort wagte der damals 39-Jährige in der Uniklinik bei einem Patienten seine erste Herztransplantation. Hetzer wird als Meister stundenlanger, schwieriger Operationen an körpereigenen Herzklappen angesehen. In seiner Klinik gilt er als streng, unbequem und auch schon mal eitel – aber selten als beratungsresistent. Die Liste seiner nationalen und internationalen Auszeichnungen ist „ellenlang“.

Ein Wechsel in den Ruhestand wird Hetzer wohl nicht leichtfallen. Es wird erzählt, dass er seinem Vorbild Michael Ellis DeBakey nacheifern wolle. Der US-amerikanische Herzchirurg hat noch mit 95 Jahren bei Operationen assistiert. Dr. med. Vera Zylka-Menhorn

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