ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2014Krankenhäuser: Fehlermeldesysteme sind künftig Pflicht

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Krankenhäuser: Fehlermeldesysteme sind künftig Pflicht

Dtsch Arztebl 2014; 111(6): A-191 / B-167 / C-163

Gerst, Thomas

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Für Krankenhäuser sind Risikomanagement- und Fehlermeldesysteme künftig verpflichtend vorgeschrieben. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 23. Januar beschlossen. Er setzte damit einen Auftrag aus dem Patientenrechtegesetz um, das im Februar 2013 in Kraft trat.

Nach dem Beschluss müssen die Krankenhäuser künftig einen Beauftragten für das Risikomanagement benennen und ein Fehlermeldesystem vorhalten, das für alle Mitarbeiter einfach zugänglich und handhabbar ist. Die Mitarbeiter müssen anonym und sanktionsfrei melden können. Außerdem sieht der G-BA-Beschluss vor, dass Strukturen für ein einrichtungsübergreifendes Fehlermeldesystem geschaffen und ein Beschwerdemanagement für Patienten eingerichtet werden. Kritische Zwischenfälle nicht zu verschweigen, sondern zu analysieren und Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten, sei der Dreh- und Angelpunkt von Fehler- und Risikomanagement, kommentierte Dr. med. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des für Qualitätssicherung zuständigen Unterausschusses, den Beschluss.

Seit 2006 müssen auch die niedergelassenen Ärzte in ihren Praxen Qualitätsmanagement betreiben. In einem weiteren Beschluss fordert der G-BA, dass auch sie künftig eine Risikostrategie entwickeln und die Belange der Patienten systematisch berücksichtigen. TG

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