ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2014Bildung in Europa: Mehr Mobilität mit Erasmus+

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Bildung in Europa: Mehr Mobilität mit Erasmus+

Bühring, Petra

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Mehr grenzüberschreitende Bildungsangebote für Schüler und Lehrkräfte, Studierende, Auszubildende und junge Erwachsene soll Erasmus+ bringen. Das am 1. Januar gestartete neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport bündelt die bisherigen Bildungsprogramme der EU und will sie überschaubarer und leichter zugänglich machen. Mehr als vier Millionen Menschen in Europa sollen so bis 2020 Stipendien und Zuschüsse für einen Aufenthalt zu Lernzwecken im Ausland erhalten. Erasmus+ ist dafür mit einem Budget in Höhe von 14,7 Milliarden Euro über eine Laufzeit von sieben Jahren ausgestattet.

„Wir eröffnen der Jugend Europas neue Bildungschancen und helfen Arbeitslosigkeit vorzubeugen. Mehr junge Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, im Ausland zu studieren oder Teile ihrer Ausbildung in einem anderen europäischen Land zu absolvieren“, sagt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Mehr Internationalisierung in der beruflichen und akademischen Bildung sei wichtig für die Fachkräftesicherung in Deutschland. „Schüler, Studierende und Auszubildende gewinnen durch den Austausch interkulturelle Sensibilität und die Fähigkeit zu vernetztem Denken, Weltoffenheit und Toleranz sowie die Neugier auf Unbekanntes. Kompetenzen also, die weit über das fachliche Wissen hinausgehen, die aber in Berufen mit Zukunft nicht weniger entscheidend sind“, erklärt der Präsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh, zum Start des neuen Programms.

In Deutschland werden in diesem Jahr schätzungsweise 35 000 Studierende, etwa 17 000 Auszubildende und 35 000 junge Menschen in Jugendbegegnungen und Freiwilligendiensten von Erasmus+ profitieren. Über den gesamten Programmverlauf bis 2020 sollen so bis zu 275 000 Studierende, 150 000 Auszubildende und 130 000 junge Menschen gefördert werden. Außerdem sind unter Erasmus+ Austauschprogramme im Rahmen von Schulpartnerschaften für Schüler und europäische Lehrerfortbildungen möglich.

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Erasmus+ löst vier Austauschprogramme ab beziehungsweise bündelt die Maßnahmen: Erasmus für Studenten, Leonardo da Vinci für Auszubildende und junge Arbeitnehmer, „Jugend in Aktion“ für europäische Jugendbegegnungen und COMENIUS für Schulpartnerschaften. Daher sind auch für Erasmus+ in Deutschland weiterhin vier nationale Agenturen mit Sitz in Bonn zuständig: Die Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit beim Deutschen Akademischen Austauschdienst für die Hochschulbildung (eu.daad.de), die Agentur „Bildung für Europa“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung für die berufliche Bildung und Erwachsenenbildung (www.na-bibb.de), die Agentur „Jugend für Europa“ (www.jugendfüreuropa.de) sowie die Agentur im Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz für die Schulen (www.kmk-pad.org). Auf den Homepages findet man alle Informationen zu den jeweiligen Fördermöglichkeiten. pb

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