ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2014Einblicke: Joachim Stengel (61), Verhaltenstherapeut und Maler

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Einblicke: Joachim Stengel (61), Verhaltenstherapeut und Maler

PP 13, Ausgabe Februar 2014, U3

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Dr. phil. Joachim Stengel (61), Verhaltenstherapeut und Maler, ist seit 1999 in Duisburg niedergelassen. Die große Praxis teilt er mit drei Kollegen, davon mit einem im Job-Sharing, um auch Zeit für seine Porträtmalerei zu haben. „Öffentliche Menschen“ war der Titel seiner jüngsten Ausstellung im Essener Welterbe Zollverein.

Wie passen die Malerei und die Psychotherapie zusammen?

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Ich male seit meinem 12. Lebensjahr und finde es einen gelungenen Ausgleich, denn Psychotherapeuten müssen auch für sich selbst sorgen, um diese Arbeit gut machen zu können. Meine Kreativität macht auch häufig Patienten mit depressiven Erkrankungen und Suchterkrankungen Mut, für sich einen neuen Weg zu finden. Vielleicht bin ich auch vielen eine Art Vorbild. Rentner sind ja oft an so einem Punkt, wo sie gar nicht mehr wissen, was sie machen sollen und kaum mehr Mut haben.

Was mögen Sie am meisten an der Psychotherapie?

Zu sehen, dass es für die Menschen tatsächlich Möglichkeiten gibt, sich zu verändern. Ihnen zu helfen, aus den Sackgassen, in die sie sich verlaufen haben, herauszufinden.

Was mögen Sie weniger?

Dass man oft den ganzen Tag an den Behandlungsraum gebunden ist. Ich nutze deshalb gerne jede Möglichkeit, Termine außerhalb wahrzunehmen, zum Beispiel bei Reizkonfrontationen oder sozialen Ängsten. Licht, Luft und Bewegung geben Energie für die nächsten Sitzungen.

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