ArchivDeutsches Ärzteblatt6/1999Wissenschaftsrat will Allgemeinmedizin in Ausbildung verankern

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Wissenschaftsrat will Allgemeinmedizin in Ausbildung verankern

Dtsch Arztebl 1999; 96(6): A-326 / B-260 / C-259

EB

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LNSLNS KÖLN. Medizinstudenten werden lediglich im Rahmen von einzelnen Reformmodellen, ansonsten jedoch eher marginal mit Fragestellungen der Allgemeinmedizin konfrontiert. Auch die allgemeinmedizinische Forschung wird bislang vernachlässigt. Diese Auffassung vertritt der Wissenschaftsrat in einer Stellungnahme. Er empfiehlt, die Allgemeinmedizin zu einem verbindlichen Bestandteil der Lehre in der klinischen Phase des Medizinstudiums zu machen.
Sie solle vorzugsweise in Form eines zweisemestrigen Kurses (zwei Semesterwochenstunden) zur Vermittlung allgemeinmedizinischer Grundlagen an jeder Medizinischen Fakultät beziehungsweise Hochschule als Pflichtveranstaltung angeboten werden. Um primärärztliche Fähigkeiten und Einstellungen zu vermitteln, schlägt der Wissenschaftsrat ein Querschnittpraktikum in Form eines Aufenthaltes in einer allgemeinmedizinischen Praxis vor. Dies solle mit der Betreuung eines Patienten gemeinsam mit einem Allgemeinarzt gekoppelt werden (Längsschnittpraktikum für die Dauer eines Semesters). Alternativ könne die Möglichkeit zu einem zweiwöchigen Praktikum eröffnet werden (Querschnittpraktikum). Der rasche Aufbau eines bundesweiten Lehrpraxennetzes sei der Gewinnung und Bereitstellung von Lehrkrankenhäusern vergleichbar. In diesem Zusammenhang wird empfohlen, daß ein Teil der externen Plätze in Allgemeinpraxen zur Absolvierung eines Tertials des Praktischen Jahrs eingesetzt werden kann. EB
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