ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2014Randnotiz: Lesen lohnt sich

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Randnotiz: Lesen lohnt sich

Dtsch Arztebl 2014; 111(8): A-283 / B-247 / C-235

Hibbeler, Birgit

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Was machen Sie mit Briefen von Ihrem ärztlichen Versorgungswerk? Einfach abheften, ohne einen Blick hineinzuwerfen? Das könnte ein Fehler sein – auch wenn die Lektüre solcher Schreiben lästig ist. Denn die Briefe enthalten mitunter enorm wichtige Informationen, die nicht jedem klar sind: Dass man als Arzt oder Ärztin in einem Versorgungswerk ist, ist kein Automatismus. Darauf wies die Rheinische Ärzteversorgung – wie wohl auch andere Versorgungswerke – kürzlich hin. Voraussetzung ist die Befreiung von der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Und die gilt nicht bis in alle Ewigkeit. Sie bezieht sich auf eine Tätigkeit, nicht auf die Person.

Das heißt: Ärzte müssen bei jedem Wechsel ihres Arbeitsplatzes oder einer wesentlichen Änderung ihrer Tätigkeit erneut eine Befreiung beantragen. Dazu gibt es ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 31.10.2012. Demnach muss für jede seit diesem Datum neu angetretene Beschäftigung ein neuer Antrag bei der DRV gestellt werden.

Weil das nicht allen bewusst war, hat die DRV nun eine Klarstellung veröffentlicht, die sich auch auf die „Altfälle“ bezieht – also aktuell ausgeübte Tätigkeiten mit Beginn vor dem 31.10.2012. Für diese gilt: Wer klassisch ärztlich tätig ist (in Klinik oder Praxis), muss nichts tun. Die Befreiung gilt weiter. Anders ist es bei denen, die in anderen Bereichen arbeiten (etwa bei einer Pharmafirma). Sie müssen auch für die aktuelle Tätigkeit einen Antrag stellen.

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Ist das alles ein Beschäftigungsprogramm für die DRV? Ein Angriff auf die Versorgungswerke? Wie auch immer. Jeder sollte sich darum kümmern, dass er eine gültige Befreiung hat. Bei einer Betriebsprüfung bekommt man sonst Probleme.

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