ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2014Kollegen in Not: Balintgruppen helfen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Es freut mich, dass dieser Artikel über den Umgang mit schweren Behandlungsverläufen erschienen ist. Gerade, weil auch ausgesprochen wurde, dass dies zu benennen fast immer noch ein Tabu unter Ärzten und in der Bevölkerung zu sein scheint bei gleichzeitig überbetontem Rechts- und Unrechtsbewusstsein.

Was ich vermisste, war der Hinweis auf Balintgruppenarbeit an Kliniken wie auch für niedergelassene Ärzte. Es gibt von der Deutschen Balint-Gesellschaft kompetent ausgebildete Gruppenleiter, die Ärzte an Kliniken und aus der freien Praxis in quasi „geleiteten Selbsthilfegruppen“ begleiten. Vielleicht ist gerade auch das und wichtig: Zu den Gruppen kommen Ärzte verschiedener Fachrichtungen und aus verschiedenen Arbeitsstrukturen, die so auch gerade die diversen Möglichkeiten und Nöte des „Arztens“ weiterhin kennen oder neu kennenlernen. Durch zeitliche Kontinuität (zum Beispiel Treffen einmal pro Monat oder 14-tägig) und den besonderen Ablauf der Balintgruppe, entsteht ein Vertrauensklima der gegenseitigen Offenheit und Wertschätzung, was schwere Lasten erstaunlich fruchtbar für alle Teilnehmer erleichtern kann.

Diese Gruppen wurden von dem Arzt Michael Balint und seiner Frau in der Nachkriegszeit aus den damals neuen Beobachtungen über Traumafolgestörungen in England für Ärzte entwickelt und haben ihre klare Struktur der Vorgehensweise bis heute, weil bewährt, bewahrt . . .

Anzeige

Dr. med. Andrea Köster, 27726 Worpswede

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Anzeige

Stellenangebote