ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2014Hermann Hepp: Steter Einsatz für ethische Fragestellungen

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Hermann Hepp: Steter Einsatz für ethische Fragestellungen

Dtsch Arztebl 2014; 111(9): A-361 / B-315 / C-301

Klinkhammer, Gisela

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Hermann Hepp, Foto: Akademie Bayern
Hermann Hepp, Foto: Akademie Bayern

Prof. Dr. med. Hermann Hepp, einer der führenden Vertreter der Frauenheilkunde, feierte am 27. Januar seinen 80. Geburtstag. Mehr als 20 Jahre lang, von 1984 bis 2005, war er Direktor der Universitätsfrauenklinik der Ludwig-Maximilian-Universität München. Von 1992 bis 1994 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Eine historische Leistung in diesem Amt ist die Aufarbeitung der Rolle der Frauenärzte im Nationalsozialismus. „Diese trieb er mit Feingefühl und Mut voran,“ heißt es in der Laudatio zur Paracelsus-Medaille, die Hepp im vergangenen Jahr in Hannover verliehen wurde (dazu DÄ, Heft 22/2013).

Seit mehr als fünf Jahrzehnten hat sich Hepp intensiv mit den ethischen und rechtlichen Aspekten der Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik auseinandergesetzt. Seit 1996 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundes­ärzte­kammer, seit 2002 Vorstandsmitglied. Bereits seit 1983 war er an Stellungnahmen und Richtlinien des Beirats zu Pränataldiagnostik, Reproduktionsmedizin, Forschung an Embryonen und zum Schwangerschaftsabbruch beteiligt. Von 1987 bis 1993 war er Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundes­ärzte­kammer.

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Hepp war außerdem Herausgeber von zahlreichen Zeitschriften, unter anderem „Der Gynäkologe“. Er publizierte etwa 400 Beiträge, insbesondere zur Endokrinologie, operativen Gynäkologie, Reproduktionsmedizin, Diabetes und Schwangerschaft. Unter seiner Leitung entstanden 22 Habilitationen, davon 19 in München. Gisela Klinkhammer

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