ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 1/2014Neurostimulator für die Schlaganfalltherapie

Supplement: PRAXiS

Neurostimulator für die Schlaganfalltherapie

Dtsch Arztebl 2014; 111(9): [30]

EB

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Die Patienten erhalten eine Erfolgsmeldung in der Therapie sofort während der Behandlung – spürbar als elektrischer Impuls vom Gerät an den Muskel. Foto: TQ-Group
Die Patienten erhalten eine Erfolgsmeldung in der Therapie sofort während der Behandlung – spürbar als elektrischer Impuls vom Gerät an den Muskel. Foto: TQ-Group
  • Ein Therapiegerät zur Bewegungsanbahnung bei Patienten mit Paresen nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Gehirnoperation und partieller Querschnittslähmung hat TQ-Systems vorgestellt (www.tq-group.com). Das „mentastim“-Therapieverfahren basiert darauf, dass das zentrale Nervensystem nach einer Schädigung von Gehirnarealen die verloren gegangenen Bewegungsmuster in anderen, nicht geschädigten Arealen speichern und somit neu erlernen kann. Diesen Effekt der Neuroplastizität des Gehirns unterstützt und beschleunigt das System durch die elektrische Stimulation.

Das Gerät arbeitet nach dem Prinzip der EMG-gesteuerten Elektrostimulation und kombiniert die Behandlungsverfahren Biofeedback, Rückmeldung an das zentrale Nervensystem und Repetition. Hierbei arbeitet der Patient kognitiv und stellt sich rein mental eine Bewegung mit der zu therapierenden Muskelgruppe vor. Dies führt zu einer messbaren Steigerung des Muskelpotenzials in Form des EMG-Werts. Erreicht dieser Wert einen vom Therapeuten definierten Schwellwert, löst das Gerät eine elektrische Stimulation aus. Dadurch erhält das Gehirn die positive Rückmeldung einer erfolgreichen Ansteuerung der Muskelgruppe. Durch Wiederholung beginnt das Gehirn die Bewegungsmuster abzuspeichern.

Das Therapieverfahren eignet sich für die Anwendung in stationärer und ambulanter Reha sowie, durch die intuitive Geräteanwendung, für die eigenständige Heimtherapie. Hauptnutzer ist der Patient. Er bekommt das Gerät von einem Arzt oder Therapeuten verordnet – diese stellen das Gerät für den Patienten individuell ein. Nach einer Einweisung kann der Patient das Gerät selbstständig nutzen. Als Erfolgskontrolle werden umfangreiche Daten zum Therapieverlauf gespeichert, die von den Fachanwendern aufgerufen werden können. Arzt und Therapeut können zudem individuell auf den Patienten zugeschnittene Programme im Gerät speichern.

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Das Gerät ist im Medizintechnik-Fachhandel erhältlich. EB

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